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Teltow-Fläming Angst vor Lärm und Überlastung
Lokales Teltow-Fläming Angst vor Lärm und Überlastung
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00:25 16.03.2018
Die Ortsbeiratssitzung im Ahrensdorfer Gasthaus. Quelle: Foto: Abromeit
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Ahrensdorf

Vor großem Publikum tagte der Ortsbeirat des Ludwigsfelder Ortsteils Ahrensdorf. Weit mehr als 150 Bürger, teils auch aus Siethen und Jütchendorf, wollten hören, was die Verwaltungsspitze der Stadt zu Ängsten der Dorfbewohner sagt. Die befürchten angesichts der Riesenbaustelle für den entstehenden Stadtteil Ludwigsdorf nicht nur Lärm.

Ortsvorsteher Jens Wylegalla moderierte den Abend. Er sagt: „Die Ahrensdorfer haben Angst vor einem Kollaps ihrer Infrastruktur.“ Quelle: Jutta Abromeit

„Sie haben auch Angst vor einem Kollaps der vorhandenen Infrastruktur, dass Straßen, Kitas und Vereine mit den vielen neuen Familien überlastet sind“, sagt Ortsvorsteher Jens Wylegalla der MAZ.

Grund für Ängste und Ärger im Dorf sind Änderungen des Bauplans für Ludwigsdorf. Zwischen dem Stadtteil und Ahrensdorf verläuft die Autobahnzufahrt, die L 795. An der ist ein hunderte Meter langer, maximal sechs Meter hoher Lärmschutzwall geplant. Der lenke sämtlichen Krach künftig ins Dorf, so die Angst der Ahrensdorfer.

Wegfall öffentlicher anlagen spart der Stadt Aufwand

Sie stoßen sich auch daran, dass für den Wall in Abwägung zur Schaffung neuen Wohnraums ein Überschreiten der Orientierungswerte hingenommen werde. Außerdem sagt der Ortsvorsteher: „Es entfallen 8,7 Hektar öffentliche Grünfläche inklusive Streuobstanlage. Das spart der Stadt deren Pflege.“ Zusätzlich würden 1,5 Hektar Wald gerodet, versiegelte Fläche steige um 30 auf 41, 1 Prozent des Areals; das seien 20,4 Hektar, so Wylegalla; „damit kommt das Bodenleben dort fast völlig zum Erliegen“, sagt der Landwirt.

Zudem benötige der ungünstige Baugrund mit Schichtenwasser eine aufwändige Entwässerung. „Das anfallende Wasser soll Richtung Ahrensdorf fließen“, so der Ortsvorsteher. Bodenstruktur, Versiegelung und Starkregen werden viel Wasser ins Dorf leiten. Das alles gleiche ein hohes Ortsteilbudget für viele Einwohner nicht aus.

Vielleicht eine Lösung: Gemarkungsgrenze verschieben

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) beschrieb Zwänge und Vorschriften. Und er gab den Ahrensdorfern einen Auftrag: Wie geht der Ort mit dem Vorschlag aus dem Rathaus um, die Gemarkungsgrenze so zu verschieben, dass Ludwigsdorf-Zuzügler zur Kernstadt, nicht mehr zum Ortsteil gehören? Wie berichtet wohnen in Ludwigsdorf künftig mehr als 5000 Neu-Ludwigsfelder.

Am 5. April diskutiert Ahrensdorf an selber Stelle weiter.

Von Jutta Abromeit

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