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Ansagen und Anfragen beim Leserfrühstück

Zossen Ansagen und Anfragen beim Leserfrühstück

Beim MAZ-Leserfrühstück ging es phasenweise hoch her. 15 Frauen und Männer aus Zossen und einigen Ortsteilen waren der Einladung in das Café „Eiszeit“ gefolgt. Diskutiert wurde beispielsweise über Strafen für Straßenreinigungsmuffel, den schlechten Zustand der Straße „Weinberge“ und eine Tempo-30-Begrenzung auf der Straße vor der Goetheschule.

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Tempo 30 – und zwar nicht nur freiwillig – auf der Bundesstraße 246 im Bereich der Goetheschule forderte Hans-Jürgen Sasse beim MAZ-Frühstück.

Zossen. Zünd- und Schreibstoff gibt es genug in Zossen. Themen, die bewegen, standen im Mittelpunkt des MAZ-Frühstücks am Freitagmorgen. Zwei Stunden lang ging es im Café „Eiszeit“ phasenweise hoch her. 15 Leser waren der Einladung gefolgt, ihre Probleme in Anwesenheit von Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) auf den Tisch zu legen. „Was mich ärgert ist, dass im Scheunenviertel an einigen Stellen schon seit Jahren die Straße nicht sauber gemacht wird“, sagte Karola Andrae. Weiter ragten Hecken auf den Gehweg hinüber. „Da sollten die Außenmitarbeiter des Ordnungsamtes an einem Samstag von Tür zur Tür gehen und bei allen klingeln, wo es schmuddelig aussieht.“

„Ganz so einfach geht das nicht“, so Bürgermeisterin Schreiber. Straßenreinigungsmuffel müssten allerdings künftig mit einer konsequenteren Bestrafung rechnen. Rund fünf Prozent der unbekannten, weit weg wohnenenden oder uneinsichtigen Grundstückseigentümer kämen ihren Anliegerpflichten nicht nach. Vor allem in den einwohnerstärksten Ortsteilen Zossen und Wünsdorf gebe es Schwierigkeiten, sagte Joachim Jacob. Dort fehle es im Gegensatz zu den dörflich geprägten acht Ortsteilen an nachbarschaftlicher Kontrolle. Auf dem Dorf seien es die Leute eben gewohnt, am Wochenende vor ihrer Tür zu kehren. „Wenn ich das nicht machen würde, guckt einen der Nachbar schief an“, sagte Martina Leisten aus Kallinchen lächelnd.

Verwarngelder von bis zu 1000 Euro möglich

„Leider haben wir bei Verstößen gegen Anliegerpflichten in der Vergangenheit nicht konsequent nachgefasst“, so Michaela Schreiber. Das soll sich auf Empfehlung von Ordnungsausschuss und Stadtverordnetenversammlung nun ändern. Die Stadtverordneten bewilligten eine zusätzliche Stelle für das Ordnungsamt, wo jetzt vier Mitarbeiter im Außendienst und einer im Innendienst arbeiten. Bei Verstößen gegen Anliegerpflichten wird erst mit freundlich lächelnden, dann mit ernst schauenden „Smileys“ ermahnt. Wer trotzdem nicht reagiert, wird mit Verwarngeldern von bis zu 1000 Euro zur Kasse gebeten. „Wir hoffen, dass diese Botschaft über den Sommer bei allen betroffenen Grundstückseigentümern angekommen ist“, sagt Schreiber.

Anregungen für MAZ-Recherchen gaben Dieter Frambach, Manfred Teichmann und Hans-Jürgen Sasse. Frambach wohnt gegenüber dem Museum „Alter Krug“. Er prangerte den schlimmen Zustand der dortigen Straße „Weinberge“ an. „Wir können das gerne noch mal auf die Agenda setzen“, so der Bauausschuss-Vorsitzende Matthias Wilke (Plan B). Aber man müsse beachten, dass die Anlieger bei einem Ausbau der „Weinberge“ „mit 90 Prozent der Kosten dabei sind. Teichmann warf der Bürgermeisterin vor, die Chance für eine große Ortsumgehungsstraße verspielt zu haben. Sasse forderte Tempo 30 auf dem Abschnitt der B 246 vor der Goetheschule. „Da brettern viele Lkw volle Pulle vorbei.“ „Wenn wir die 20 000 Einwohner erreicht haben, kann die Stadt selbst über so eine Tempobegrenzung entscheiden“, sagte Bürgermeistern Schreiber. Noch fehlten 1000 Einwohner. Deshalb liege die Entscheidungsgewalt weiter beim Straßenverkehrsamt.

Von Frank Pechhold

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