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Teltow-Fläming Ansturm auf Rangsdorfer Oberschule
Lokales Teltow-Fläming Ansturm auf Rangsdorfer Oberschule
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05:10 21.06.2016
220 Schüler besuchen derzeit die Oberschule Rangsdorf. Quelle: Zielke
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Rangsdorf

Erst zehn Jahre ist es her, dass die Oberschule Rangsdorf wegen sinkender Schülerzahlen in ihrer Existenz bedroht war. Mittlerweile kann sich die Schule vor Anmeldungen kaum retten. Zum neuen Schuljahr hatten die Eltern von 90 Kindern die Oberschule als Erstwunsch für die 7. Klassen angegeben. Platz ist aber nur für rund 50 Schüler.

Schulleiter gegen Dreizügigkeit

Schulleiter Lutz Maasch hat sich in einem Brief an die Gemeinde dagegen ausgesprochen, drei Klassen in einem Jahrgang einzurichten. „Das funktioniert auf Dauer nicht“, sagte Maasch der MAZ. Weil bereits fast 50 Anmeldungen aus Rangsdorf kommen, müsse er Schüler aus weiter entfernten Gemeinden ablehnen. „Es tut mir leid, wenn man gute Schüler wegschicken muss“, sagt Maasch, doch ihm bleibe keine Wahl. Der Schule fehlt es an Klassenräumen und Lehrern – vor allem für Schüler mit erhöhtem Förderbedarf. In den sechsten Klassen gibt es derzeit fünf solcher Schüler, es gibt jedoch keinen Sonderpädagogen, der sich speziell um sie kümmert. „Der Markt für Lehrer ist ausgeschöpft“, sagt Schulleiter Maasch. Er fordert von der Gemeinde eine klare Entscheidung, ob die Oberschule künftig zwei oder drei Klassen aufnehmen soll. Bei drei Klassen müssten jedoch zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden. Wo die noch entstehen sollen, da ist der Schulleiter skeptisch. „Ein neuer Anbau auf unserem Gelände ist schwierig, weil dann der Schulhof zu klein wird. Eine Filiallösung ist organisatorisch problematisch, sagt Maasch. Überhaupt wäre ihm eine kleine Schule aus pädagogischer Sicht lieber, denn ein Wachstum der Rangsdorfer Oberschule ginge zu Lasten der Oberschulen in Wünsdorf und Dahlewitz. Von dort kommen viele Anmeldungen in Rangsdorf. „Es wäre schön, wenn sich die Politik darauf verständigen könnte, wie man die anderen Schulen attraktiver macht“, sagte Maasch.

Bürgermeister befürwortet Neubau

In der vergangenen Woche hatte sich der Sozialausschuss mit der Situation an der Oberschule befasst. Jan Hildebrandt (SPD) sprach sich für eine Dreizügigkeit aus. „Wir müssen dafür sorgen, dass keine Rangsdorfer Kinder aus Platzgründen nach Dabendorf oder Dahlewitz fahren.“ Peter Wetzel (Linke) hielt drei Klassen pro Jahrgang für „unrealistisch“. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) brachte mehrere Lösungsvorschläge ins Spiel: den ehemaligen Penny-Markt gegenüber der Oberschule, das Waldgrundstück nebenan oder das Bücker-Gelände, das demnächst verkauft werden soll. Melanie Eichhorst (FDP) regte sogar einen Neubau auf dem ehemaligen Flugplatz an – eine Idee, der auch Klaus Rocher etwas abgewinnen kann. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen“, sagte er. Auch wenn derzeit kaum Geld für große Projekte da sei, nehme der Zuzug von Familien weiter zu und damit der Bedarf an Kindertagesstätten und Schulen. Durch die Flüchtlinge wird die Situation zusätzlich verstärkt. Der Sozialausschuss verständigte sich darauf, den Leiter der Oberschule zur nächsten Sitzung am 20. Juli einzuladen.

Von Christian Zielke

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