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Anwohner fordern schon lange Tempo 30

Unfalltod eines Vierjährigen Anwohner fordern schon lange Tempo 30

Am Montagabend ist ein vierjähriger Junge bei einem tragischen Unfall in Großbeeren (Teltow-Fläming) ums Leben gekommen. Er ist von einem Auto erfasst worden. In der Nähe eines Kinderspielplatzes. Anwohner fordern an dieser Stelle schon seit langem Tempo 30. Behörden haben das aus einem Grund immer wieder abgelehnt.

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Die Unfallstelle in Kleinbeeren
 

Quelle: Krischan Orth

Kleinbeeren.  Mit Blumen und Kerzen trauern die Menschen in Kleinbeeren, einem Ortsteil von Großbeeren. Ein vierjähriger Junge ist am Montagabend auf der Dorfstraße am Spielplatz von einem Auto erfasst worden. Das Kind erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen. Es wurde vor Ort medizinisch versorgt und in ein Berliner Klinikum transportiert. Doch das half am Ende nicht.  Am Abend erlag der Junge in der Klinik seinen Verletzungen. Die Mutter war Zeugin des Unfalls. Sie erlitt einen Schock und wurde seelsorgerisch betreut. Auch die Fahrerin des Pkws steht unter Schock.

Nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei kam die Autofahrerin aus Richtung Großbeeren, als der Junge vom Spielplatz kommend zwischen den parkenden Autos auf die Straße lief. Die Polizei ermittelt nun, ob die Frau eventuell zu schnell gefahren ist, die Staatsanwaltschaft hat ein Unfallgutachten eingefordert. Ergebnisse der Ermittlungen liegen aber noch nicht vor.

Schild weist nur auf freiwillige Tempodrosselung hin

Auf der Dorfstraße in Kleinbeeren herrscht Tempo 50, nahe des Spielplatz ist ein Hinweisschild, dass das eine freiwillige Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 empfiehlt. „Seit Jahren besteht hier die Diskussion Tempo 30,“ sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Kleinbeerens, Michael Richter (CDU), der auch Vorsitzender der Großbeerener Gemeindevertretung ist. „Seit Jahren setzen wir uns für eine 30er Zone ein“, so Richter. Das aber hat die Straßenverkehrsbehörde bisher konsequent abgelehnt, da es keine Gefahrenlage und hohe Verkehrsbelastung gäbe, zitiert Richter die Behörde. Auch die Gemeindeverwaltung stützt das Vorhaben, dort das Tempo auf 30 km/h zu begrenzen.

Die Anwohner schätzen die Straße als gefährlich ein. „Abends ist alles zugeparkt“, sagt Anwohnerin Sabrina Tismer. Nicht alle würden sich zudem an die freiwillige Geschwindigkeitsreduzierung halten. Sie möchte mit anderen Kleinbeerenern nun eine Petition bei der zuständigen Behörde einreichen, um die Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren.

Von Krischan Orth

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