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Teltow-Fläming Anwohner bauen Gehweg selbst
Lokales Teltow-Fläming Anwohner bauen Gehweg selbst
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05:20 12.08.2014
Die Männer haben in den vergangenen Wochen den Gehweg vor ihren Häusern in der Dorfstraße von Fernneuendorf neu angelegt. Quelle: Frank Pechhold
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Fernneuendorf

Wenn der neue Gehwegabschnitt an der Dorfstraße fertig ist, dann gibt es ein kleines Grillfest. Aber bis es so weit ist, müssen die sechs benachbarten Fernneuendorfer Horst Kempe, Ralf Fittig, Ulf Günther, Burkhard Otto, Claudio Zeidler, Fritz Balke, Erwin Erbe nach Feierabend gemeinsam für den von ihnen finanzierten Bürgersteig rackern. Montagabend war wieder so ein freiwilliger Arbeitseinsatz. 

Bärbel Erbe an der Baustelle in der Dorfstraße. Quelle: Pechhold

Das Vorzeigemodell in Fernneuendorf

„An diesem Montag bauen wir auf den Tag genau vier Wochen lang jeden Tag von 17 bis 22 Uhr an dem Bürgersteig“, erzählt Burkhard Otto. Er hofft, dass möglichst viele Bürger diesem Beispiel folgen. Schließlich sind die sechs Fernneuendorfer die ersten Bürger in der ganzen Gemeinde Am Mellensee, die die erst seit April 2014 gültige Richtlinie für den privat finanzierten Gehwegbau nutzen. Diese Richtlinie schreibt vor, wie Gehweg und Grundstückseinfahrten in Eigenregie nach den anerkannten Regeln der Technik gebaut werden müssen. Darauf hat Burkhard Otto, der im Bauhof der Gemeinde arbeitet, ein wachsames Auge. „Schließlich übernimmt die Gemeinde hinterher die Gewährleistung für den Gehweg.“ So etwas gibt es noch in keinem anderen Ortsteil. „Wir sind hier sozusagen das Vorzeigemodell“, sagt Otto.

Neue Richtlinie

  • Bauprojekte wie einen Gehweg, die die Gemeinde Am Mellensee nicht mehr allein stemmen kann oder die auf den Prioritätenlisten weit hinten stehen, können die Einwohner selbst in die Hand nehmen. Allerdings müssen sie diese dann auch bezahlen.
  • Die Planungen müssen mit Bauamt und Ortsbeirat abgestimmt werden.
  • Möglich macht das eine von der Gemeindevertretung beschlossenen Richtlinie, die seit dem 1. April in Kraft ist.
  • Der fertige Weg geht in den Besitz der Gemeinde über, sie ist auch für die Instandhaltung zuständig.

Der Gehweg ist um ein Vielfaches preiswerter

Eigentlich wollten die Fernneuendorfer schon vor drei Jahren alle Gehwege mit Hilfe eines Unternehmers selbst neu bauen. Weil daraus nichts wurde, entschlossen sich sechs Dorfstraßen-Anwohner dazu, einen Anfang zu machen. „Niemand konnte die alten Quadratplatten und brüchigen Betonflächen vor den Häusern mehr sehen“, sagt Anwohnerin Bärbel Erbe. Die Schachtgenehmigung der Gemeinde wurde schnell erteilt. Radlader, Lkws, Minibagger steuerten der Sperenberger Kfz-Meister Dago Porath und die Tief- und Rohrleitungsbau GmbH Blankenfelde Mielke für kleines Geld bei.

240 Quadratmeter Gehweg mit insgesamt 12000 Steinen wurden verlegt. In wenigen Tagen ist der rund 70 Meter lange Gehwegabschnitt beidseits der Dorfstraße fertig. „Wenn die Gemeinde den Gehweg gebaut hätte, wäre das viel teurer geworden“, ist sich Bärbel Erbe ganz sicher. Statt einem vierstelligen Betrag, rechnet sie mit einer Null weniger. „Die Kosten für jeden der sechs Anlieger betragen schätzungsweise zwischen 600 und 900 Euro.“

Von Frank Pechhold

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