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Anwohner vom Berliner Weg wollen neue Straße nicht

Siethen Anwohner vom Berliner Weg wollen neue Straße nicht

Im Ludwigsfelder Ortsteil Siethen gibt es Zoff. Jetzt ist nach mehr als 20 Jahren Planung mit allen erdenklichen Hürden das Baugebiet Vorderste Hohe fertig beschlossen und mit allen Verträgen baureif; begonnen hatte es Gernot Schulz, der frühere Dirigent der Berliner Philharmoniker. Doch die Anwohner des Berliner Wegs erklären: „Wir wollen diese neue Straße nicht.“

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Die Feldsteinkirche im Ludwigsfelder Ortsteil Siethen

Quelle: Jutta Abromeit

Siethen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten Anlauf soll nun am Berliner Weg in Siethen das Wohngebiet Vorderste Hohe entstehen. Doch die bisherigen Anlieger wehren sich dagegen. Sie haben nichts gegen die etwa 20 neuen Einfamilienhäuser am Dorfrand; sie wollen aber die neue Straße nicht, für die sie als Anlieger mitbezahlen müssten.

Die Ludwigsfelder Stadtverordneten hatten jüngst zwei Beschlüsse zu diesem Uralt-Vorhaben aus der Mitte der 1990er Jahre zu fassen: den städtebaulichen Vertrag für dieses Neubaugebiet und das Abwägungsprotokoll mit der Stellungnahme der Stadt. Sie befürworteten beide Papiere ohne Gegenstimme und mit zwei Stimmenthaltungen beziehungsweise einer Enthaltung; auch der dreiköpfige Ortsbeirat hatte sich bei diesem Problem eines Votums enthalten.

45 Fragen unbeantwortet

Für acht der insgesamt neun bisherigen Anwohner sagt Jutta Opitz: „Wir brauchen diese Hightech-Straße nicht für uns Rentner und die paar neuen Häuser, deshalb wollen wir sie auch nicht bezahlen.“ Mit einem 45-Fragen-Katalog wehren sich die Anwohner gegen den Straßenbau. Opitz erklärt: „Wir sind fast alles Rentner und haben zum Teil 100 Jahre alte Häuser. Wir brauchen unser Geld für andere Sachen.“ Auf all ihre Fragen hätten sie bis heute keine Antworten erhalten, so die Anwohnerin.

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) kennt diese Sorgen. Bei der Diskussion zu diesen Stadtverordneten-Beschlüssen erklärte er, die Auseinandersetzung sei „mit hoher Emotion“ geführt worden. „Aber wir haben alles, was zu diesem Thema relevant ist, ordentlich abgewogen, sonst würde wegen eines Fehlers ja die Rechtskraft dieses Vorhabens in Frage stehen“, so der Bürgermeister. Weil der Investor einen Großteil der Erschließungskosten zu tragen hat, seien die Anwohner mit dem Anteil, der auf sie entfiele, „sogar noch entlastet“, erklärt Igel vor den Stadtverordneten.

Die letzte Pflasterstein-Straße im Ort soll bleiben

Diese maßvolle Belastung sei der Grund für die Stadt gewesen, diesem Vorhaben zuzustimmen, so der Bürgermeister. Wie vor knapp 25 Jahren berichtet, hatten dort mit dem Baugebiet Vorderste Hohe 76 neue Häuschen entstehen sollen. Unter anderem wollte der Dirigent Gernot Schulz mit Freundesfamilien dort seinen Alterssitz nehmen. Mit Gesetzesänderungen und anderen Ausrichtungen der Gemeinsamen Landesplanung hatte es allerdings immer wieder neue Hürden gegen das Projekt gegeben.

Nun ist der B-Plan Nummer 34 auf dem Weg, aber die Anwohner wehren sich. Jutta Opitz sagt: „Das ist die letzte Straße mit Pflastersteinen im Ort. Als wir vor 20 Jahren die Umgehung forderten, hat da kein Weg reingeführt.“

Von Jutta Abromeit

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