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Appell an die Aufmerksamkeit

11. Tag der Verkehrssicherheit Appell an die Aufmerksamkeit

Zum jährlichen Tag der Verkehrssicherheit führen Verkehrswachten bundesweit Veranstaltungen durch. Dahme-Spreewald schickt zwei Schülerlotsen zum Wettbewerb nach Berlin: mit guten Erfolgsaussichten.

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Die Verkehrswachten in der Region setzen sich für die Ausbildung von Schülern zu Verkehrshelfern ein.

Quelle: dpa

Dahmeland-Fläming. Wenn Frank Kuhnert auf der Autobahn zur Arbeit fährt, könnte ihm Angst und Bange werden. Sobald er den nötigen Sicherheitsabstand zu seinem Vordermann einhält, fährt ihm ein anderes Auto direkt vor die Nase. „Die Aufmerksamkeit der Autofahrer lässt zu wünschen übrig“, sagt der Chef der Verkehrswacht Dahme-Spreewald. Aber nicht nur das ist ein Problem, denn die Region hat auch mit anderen Sicherheitslücken zu kämpfen.

Sicherheitsrat ruft zum Mitmachen auf

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) ruft anlässlich des elften Tages der Verkehrssicherheit am Sonnabend zum Mitmachen auf. Bundesweit beteiligen sich Verkehrswachten und führen Aktionstage für Kinder, Sicherheitstrainings für Rad-, Motorrad- und Autofahrer durch. Eine zentrale Veranstaltung der Landesverkehrswacht Brandenburg ist der Wettbewerb „Bester Schülerlotse 2015“, der heute in Elstal (Havelland) stattfindet. Auch Verkehrswacht-Geschäftsführerin Irina Günther wird vor Ort sein. Um die Auszeichnung kämpfen auch zwei Schülerlotsen der Grundschule Schulzendorf (Dahme-Spreewald).

„Das ist leider die einzige Schule aus Dahme-Spreewald, die daran teilnimmt. Ich würde mir mehr wünschen“, sagt Frank Kuhnert, der hauptamtlich bei der Verkehrspolizei in Königs Wusterhausen tätig ist. Für die Umsetzung brauche es mehr Schulen, die bereit sind, Zeit in die Förderung von Verkehrshelfern aus den eigenen Schülerreihen zu investieren.

Hauptaugenmerk: mangelnde Aufmerksamkeit

Ein grundsätzlicher Schwerpunkt hinsichtlich der Verkehrssicherheit in der Region sei laut Kuhnert die mangelnde Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Damit meint er nicht nur, den Blinker rechtzeitig zu setzen oder vorausschauend zu fahren, sondern sich über seine Vorbildfunktion bewusst zu sein. „Gerade mit einem Kind an der Hand sollten Eltern an einer roten Ampel stehen bleiben. Das ist nicht mehr selbstverständlich“, sagt Kuhnert. „Oftmals sind es sogar die Kinder, die stehen bleiben wollen.“ Dass man es einmal unbeschadet über die Ampel schaffe, hieße nicht, dass das Kind das auch ein zweites Mal allein schaffte.

Laut Angaben der Landesverkehrswacht Brandenburg organisieren die Wachten im Havelland, Märkisch-Oderland und Cottbus eigene Aktionen, wie „Fahr Rad, aber sicher“. Die Verkehrserziehung der jüngsten Radfahrer liegt auch der Verkehrswacht Teltow-Fläming am Herzen. Die Jugendverkehrsschule in Woltersdorf (Nuthe-Urstromtal) bereitet Schüler auf die Radfahrprüfungen in der 4. Klasse vor und bietet praktische Fahrübungen im eigenen Verkehrspark, der mit Straßen, Einmündungen und Ampelkreuzungen ausgestattet ist. So werden Kinder, für die das Fahrrad meist das erste Verkehrsmittel ist, auf Gefahren hingewiesen. Zudem prüfen Experten die Fahrräder der Kinder und Jugendlichen auf ihre Verkehrtauglichkeit. Auch darauf sollten die Eltern mehr achten, sagt Andreas Franke, Vorsitzender der Verkehrswacht Teltow-Fläming. Kinder unter 13 Jahren und Menschen ab 65 Jahren gelten als „schwächere Verkehrsteilnehmer.“ Die Zahl der Unfallbeteiligten in beiden Altersgruppen stieg im vergangenen Jahr leicht an.

Von Luise Fröhlich

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