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Aquila kann wieder durchstarten

Neuer Käufer für insolventen Flugzeughersteller in Schönhagen Aquila kann wieder durchstarten

Im Mai 2015 wurde für den Flugzeughersteller Aquila in Schönhagen Insolvenz angemeldet. Jetzt gibt es einen Käufer – das türkische Unternehmen BPlas. Der neue Eigentümer übernimmt alle 42 Mitarbeiter.

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Für das Unternehmen Aquila geht das Geschäft weiter.

Quelle: Margrit Hahn

Schönhagen. Gute Aussichten für die Aquila Aviation GmbH auf dem Flugplatz Schönhagen: Für den dort ansässigen insolventen Flugzeughersteller wurde ein Käufer gefunden – die BPlas (Bursa Plastic, Metal, Construction, Energy Industry and Trade Corporation). Das teilt der zuständige Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorff aus Potsdam mit. BPlas – einer der größten Automobilzulieferer in der Türkei mit Erfahrungen in der Luftfahrtzulieferindustrie – übernimmt alle 42 Mitarbeiter der Schönhagener Firma.

Aquila stellt seit 1996 komplett in Handarbeit gefertigte und als VLA (Very Light Aircraft) zertifizierte Motorflugzeuge her. Im Mai 2015 war für Aquila beim Amtsgericht Potsdam ein Insolvenzantrag gestellt worden. Am 1. August vergangenen Jahres wurde das Verfahren eröffnet.

„Es ist schön, dass wir einen Käufer gefunden haben, der als Zulieferer nicht nur eine ausgewiesene Kompetenz in den Bereichen Automobil und Luftfahrt besitzt“, sagte Fachanwalt Brockdorff, „sondern in fünfter Generation erfolgreich als Familienunternehmen geführt wird.“ BPlas sei ein auf Hochtechnologie spezialisierter Investor mit internationalem Profil. Unternehmensberater Sven Peters zeigt sich erleichtert, „dass ein für den Luftfahrtstandort Brandenburg wichtiges Unternehmen“ erhalten bleibt.

Der Vorsitzende Geschäftsführer von BPLas, Celal Gökcen, ist zuversichtlich: „Wir freuen uns, unsere Beziehungen nach Deutschland und unsere Aktivitäten im Bereich der Luftfahrt zu stärken.“ Aquila baue hervorragende Flugzeuge, sagt Gökcen.

Klaus-Jürgen Schwahn, Chef der Flugplatzgesellschaft Schönhagen und einer der Wegbereiter für den Verkauf, hält den neuen Investor für „eine sehr gute Lösung“. „BPlas ist ein industrielles Großunternehmen, das es seit 150 Jahren gibt und das in Europa und außerhalb sehr erfolgreich agiert“, sagte er der MAZ. Das gebe einem kleinen Flugzeughersteller, der es schwer auf dem Markt hat, Sicherheit. „Ich hatte mir schon meine Sorgen gemacht, was aus den Arbeitsplätzen wird“, räumte Schwahn ein. Aquila gehört zu den größten der insgesamt 35 auf dem Flugplatz ansässigen Unternehmen. Laut Schwahn soll der Standort ausgebaut und die Produktpalette für Aquila erweitert werden.

Von Elinor Wenke

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