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Arbeit unter Hochdruck

KMS ertüchtigt Wassernetz für Erstaufnahmestelle Arbeit unter Hochdruck

Die Zeit sitzt Heike Nicolaus im Nacken. Die Vorsteherin des Wasserzweckverbandes KMS steht vor einer großen Herausforderung. Bis Ende Oktober muss die Wünsdorfer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ans Trinkwasser- und Abwassernetz angebunden sein. Sonst gerät der Zeitplan in Gefahr. Anfang Januar sollen die ersten 1000 Plätze belegt werden.

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Christian Trojand (l.), Michael Bredow von der Friedersdorfer Firma Tepe bauen die Trinkwasserleitung zwischen Dabendorf und Groß Machnow mit.

Wünsdorf . Projekte wie der Bau der Trinkwasserleitung zwischen Dabendorf und Groß Machnow gehören für Heike Nicolaus zum Tagesgeschäft. Aber nun steht die Chefin des Wasserzweckverbandes KMS vor einer großen Herausforderung. Bis Ende Oktober muss die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung für die Wünsdorfer Flüchtlings-Erstaufnahmestelle des Landes stehen. Sonst gerät dort der Zeitplan in Gefahr. Anfang Januar sollen 1000 der bislang 1700  geplanten Plätze belegt werden.

Gebaut werden eine 800 Meter lange Trinkwasserleitung, ein 130 Meter langer Abwasserkanal, eine 300 Meter lange Abwasserdruckleitung und ein Abwasserpumpwerk. Kostenpunkt: 650 000 Euro. „Das Geld bekommen wir vom Land zurück. Doch erst einmal geht der Verband in Vorleistung“, sagt Nicolaus. Deshalb habe Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dem KMS Fördermittel für dieses Projekt zugesagt. Das Problem ist die Zeit. „Wir können erst ab dem 5. Oktober in der Moscheestraße bauen. Drei Wochen später muss alles fertig sein.“ Fünf Betriebe wurden im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung angefragt. „Wenn wir Pech haben, pokern die Baufirmen mit uns um die Preise.“ Allerdings müsse so oder so gebaut werden, denn die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge wird dringend gebraucht. „Mehrkosten übernimmt das Land. Da sind wir auf der sicheren Seite.“ Offiziell rede man ihr gegenüber von 2000  Plätzen in der Erstaufnahmestelle, so Nicolaus. „Aber wer abends die Nachrichten im Fernsehen sieht, der weiß, was los ist.“ Täglich steigen die Flüchtlingszahlen. „Deshalb haben wir die Kapazität der neuen Leitungen größer ausgelegt. Theoretisch können 4500 bis 5000 Menschen versorgt werden.“

Trinkwasser soll aus dem Wasserwerk Lindenbrück nach Wünsdorf fließen. Abwasser wird in der kürzlich ausgebauten Tandemkläranlage entsorgt. Dort gibt es eine aus Rechen und Sandfang bestehende erste Reinigungsstufe, die zu überlasten droht. Deshalb investiert der KMS 2016 eine Million Euro in eine weitere Reinigungsstufe.

Aktuell läuft zudem der 1,2 Millionen Euro teure Umbau des Wasserwerkes Rangsdorf. Das wird modernisiert, um auch in Spitzenzeiten eine stabile Versorgung der Rangsdorfer mit Trinkwasser zu garantieren. Parallel lässt der KMS für 500 000 Euro eine 2000 Meter lange Trinkwasserleitung von Dabendorf nach Groß Machnow verlegen. Wenn die Leitung fertig ist, kann Trinkwasser vom Lindenbrücker und nicht wie bisher vom Rangsdorfer Wasserwerk nach Groß Machnow fließen und so für Entlastung sorgen.

Das Wasserwerk Lindenbrück wurde 2015 für rund eine halbe Million Euro modernisiert. In Lüdersdorf ließ der KMS das Trinkwasser- und Schmutzwassernetz für rund 1,4 Millionen Euro sanieren. Noch in diesem Jahr wird damit begonnen, in der Sperenberger Seestraße die Trinkwasserleitung für knapp 100 000 Euro zu sanieren und für rund 300 000 Euro Schmutzwasserrohre zu verlegen.

Von Frank Pechhold

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