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Arbeiten in luftiger Höhe

Wiesenhagen Arbeiten in luftiger Höhe

Seit 30 Jahren hat Uwe Fricke seinen Meisterbrief in der Tasche. Dass er Dachdecker wird, stand schon in seiner Kindheit fest. Er hat das Unternehmen von seinem Vater übernommen und deckt auch mal die Dächer von Mühlen und Universitäten.

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Uwe Fricke hat Musterziegel auf seinem Betriebshof.

Quelle: Margrit Hahn

Wiesenhagen. Seit 30 Jahren steigt Uwe Fricke anderen Leuten meisterlich aufs Dach. 1986 legte der Wiesenhagener die Meisterprüfung zum Dachdecker ab.

Für ihn stand immer fest, dass er Dachdecker wird. Schon früher als Kind begleitete er seinen Vater auf die Baustellen. Vater Erhard Fricke hat das Unternehmen 1978 in Wiesenhagen gegründet und nahm den Sohn in die zweijährige Lehre. Von 1984 bis 1986 setzte Uwe Fricke sich abermals auf die Schulbank, um den Handwerksmeister zu machen. Für die Theorie musste er nach Berlin-Weißensee. Für die Praxis war Hartmut Quappe in Ludwigsfelde zuständig.

Biberschwanzkehlen beim Meisterstück

An seine praktische Meisterarbeit erinnert sich Uwe Fricke noch genau. Er musste Biberschwanzkehlen auf den Kindergarten in Ahrensdorf setzen. Während es zu DDR-Zeiten ein Problem war, an Material zu kommen, besteht es heute darin, sich aus dem Riesenangebot das Passende auszusuchen. „Heute ist es so, dass wir unsere Bestellungen bei den Händlern aufgeben, die keine Vorräte haben, sondern auch erst bei den Herstellern ordern müssen“, sagt der 52-Jährige.

Dass jeder Arbeitstag mehr als acht Stunden hat, wusste er schon von seinem Vater. Zum Glück hat er seine Frau und seine Schwester an der Seite. Der bisher größte Auftrag war die Dacheindeckung bei der Freien Universität in Berlin mit einer Fläche von 2000 Quadratmetern. Die bisher schönste Arbeit war eine Windmühle. „Das war eine Herausforderung, denn wir mussten erst einmal einen Gerüstbauer finden, der das Gerüst setzt“, berichtet Fricke.

Unterwegs in einem Umkreis von 100 Kilometern

Er und seine Mitarbeiter sind im Umkreis von 100 Kilometern unterwegs, um Aufträge zu erledigen. Diese kommen sowohl von Privatleuten als auch von öffentlichen Einrichtungen sowie der Bundeswehr. Dass er in luftige Höhe arbeiten muss, stört ihn nicht. Nur einmal als sie in Lüdersdorf ein Dach erneuern wollten, wurde es gefährlich: Der Dachstuhl war marode und musste erst erneuert werden.

„Wenn es so weiterläuft wie bisher, bin ich zufrieden. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, fügt der Wiesenhagener hinzu. Ob seine Kinder die Firma einmal übernehmen, weiß er nicht. Sein Sohn als Reiseverkehrskaufmann wohl eher nicht., Aber die Tochter ist Wirtschaftsingenieurin mit Fachrichtung Bau – das könnte was werden.

Von Margrit Hahn

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