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Teltow-Fläming Architekten-Visionen im Rathaus ausgestellt
Lokales Teltow-Fläming Architekten-Visionen im Rathaus ausgestellt
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18:24 12.01.2018
Heinz Nagler und Peter Mann (v. l.) mit den Architekten der Siegerbüros bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Wie die leer stehende alte Steinschule in Luckenwalde in ein paar Jahren aussehen könnte, davon kann man sich jetzt im wahrsten Sinne ein Bild machen. Eine Ausstellung der Ergebnisse eines Architekturwettbewerbs wurde am Donnerstag im Rathaus eröffnet.

Der Siegerentwurf der Architekten Kleyer, Koblitz, Letzel und Freivogel. Quelle: Privat

Im über 100 Jahre alten Schulgebäude in der Kurzen Straße soll die Akademie für Gesundheitsberufe entstehen, die derzeit völlig beengt im Krankenhaus untergebracht ist. Die Stadt hatte gemeinsam mit der Architektenkammer des Landes einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Neben der Ertüchtigung der alten Steinschule sollen auch benachbarte Grundstücke zur Wohnbebauung mit einbezogen werden.

Von elf eingereichten Arbeiten ermittelte ein Preisgericht unter Leitung von Heinz Nagler die Preisträger in zwei Kategorien. Sieger für den architektonischen Teil wurde das Architekturbüro Kleyer, Koblitz, Letzel, Freivogel – Gesellschaft von Architekten GmbH aus Berlin. Er sieht einen modernen Anbau an das historische Gebäude mit einem großzügigen Foyer vor.

Gabriele Peisker (l.) mit Besuchern an den Schautafeln. Quelle: Elinor Wenke

„Das freundliche Ambiente mit Lichtöffnungen nach oben hat uns sehr überzeugt“, lobte Nagler. „Zudem wird das Symbol des Steines fortgeführt, das durchaus mal zum Stein des Anstoßes werden kann, denn gute Architektur wird nicht immer unwidersprochen geschluckt“, so Nagler weiter. Der Siegerentwurf für den städtebaulichen Teil stammt vom Berliner Büro Haferkamp Kramer Wilkening Architekten.

Die Innengestaltung mit großzügigem Foyer. Quelle: Elinor Wenke

Die Leiterin der Schule für Gesundheitsberufe, Gabriele Peisker, saß mit in der Jury und kann den Umzug kaum erwarten. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, räumte sie ein und lobt am Siegerentwurf: „Ich freue mich auf den attraktiven, offenen Empfangsbereich, das spricht für eine Willkommenskultur an der Schule.“

Heimatforscher Dietrich Maetz (80) hat die Steinschule von 1943 bis 1951 besucht und freut sich, dass das alte Haus nun wieder aufgepeppt wird. „Über dem Hauptportal gibt es die ältesten Stadtwappen an einem städtischen Luckenwalder Gebäude, die sollten unbedingt restauriert werden“, so Maetz.

Ein langer Weg

Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Zunächst führt die Stadt Verhandlungen mit den Wettbewerbssiegern. „Wir müssen erst die Kosten ermitteln und die finanziellen Mittel aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb zur Verfügung haben“, sagte Planungsamtschef Peter Mann.

Anwohner der Kurzen Straße indes sorgten sich am Rande der Veranstaltung um die Parkplätze, die nach Fertigstellung von Hospiz und Schule dann wohl noch rarer sein werden.

Von Elinor Wenke

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