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Teltow-Fläming Aristotech erweitert in Luckenwalde
Lokales Teltow-Fläming Aristotech erweitert in Luckenwalde
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05:20 06.04.2016
Grundsteinlegung:: Merete-Chef Emmanuel Anapliotis, Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide, Michael Herrmann vom Bauunternehmen Beck, Merete-Juniorchefin Alexia Anapliotis, Architekt Jörg Vogt (v.l.). Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Das gibt es selten: Ein Richtfest, das mit einer Grundsteinlegung gefeiert wird. Das hängt vielleicht auch mit der modernen Industriearchitektur zusammen. Jedenfalls stand der dritte Anbau des Unternehmens Aristotech Industries, einem Hersteller für medizinische Implantate, schon nach gerade mal vier Monaten mit seiner fertigen Bauhülle aus Stahl und Beton auf dem Betriebsgelände im Luckenwalder Biotechnologiepark. Am Dienstag wurde also die Beendigung des Rohbaus gefeiert. Dazu verzichtete man zwar auf den Richtkranz, holte dafür aber die Grundsteinlegung nach. Dafür kreierte man gleich einen ganz neuen Begriff: „Richtsteinlegung“.

Tochter und Vater: Alexia und Emmanuel Anapliotis sind die Gesellschafter der Merete-Gruppe, deren Zweigbetrieb Aristotech seit fast zehn Jahren in Luckenwalde produziert. Quelle: Hartmut F. Reck

Aristotech ist ein Zweigunternehmen der Berliner Merete-Medical-Gruppe, die ihre Produktion hochwertiger Medizintechnik, Implantate und Instrumente zunehmend nach Luckenwalde verlagert. Ziel sei es, sagte Merete-Gesellschafter Emmanuel Anapliotis, sein Unternehmen in Luckenwalde dauerhaft zu etablieren.

Hintergrund

Aristotech beliefert Implantathersteller mit Präzisionsschmiedeteilen aus biokompatiblen Werkstoffen und vertreibt Prothesen, Implantate und Instrumente für die Endoprothetik.

160 Mitarbeiter zählt die Merete-Gruppe insgesamt.

6,5 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme für die neue Produktionshalle auf dem Gelände des Biotechnologieparks Luckenwalde.

43 Mitarbeiter hat die Firma Aristotech in Luckenwalde aktuell. Mit der Produktionsverlagerung in die neue Halle werden fünf Arbeitsplätze hinzukommen

Er erinnerte daran, dass es gerade mal zehn Jahre her sei, als im Juni 2006 der erste Spatenstich auf dem damals neuen Firmengelände im Biotechnologiepark vorgenommen wurde. Seitdem habe man sich mit einer der modernsten Fertigungsstätten medizinischer Implantate einen Namen am nationalen und internationalen Markt gemacht. Dies sei auch ein Verdienst der Luckenwalder Belegschaft, deren Zahl von Monat zu Monat wachse, so der Firmenchef.

Geschäftsführerin: „Wir fühlen uns sehr wohl hier“

Seine Tochter, Mitgesellschafterin und Geschäftsführerin Alexia Anapliotis, soll die positiven Geschäftsentwicklung in die nächste Generation führen. „Hier ist sehr viel passiert“, sagte sie, „und ich freue mich auf noch viele gute Jahre in Luckenwalde. Wir fühlen uns sehr wohl hier.“

Auch während der Feierlichkeiten wurde weiter an der Halle gearbeitet. Quelle: Hartmut F. Reck

Architekt Jörg Vogt aus Mannheim bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Luckenwalde, ihrem Wirtschaftsförderungsamt und der Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWFG) des Kreises als Eigentümer und Betreiber des Biotechnologieparks. Vogt erläuterte den dritten Anbau des Unternehmens, der das Verwaltungshauptgebäude und die beiden bisherigen Produktionsgebäuden ergänzt.

Produktion wird aus Berlin nach Luckenwalde verlagert

Das vierte Gebäude, dessen „Richtsteinlegung“ nun gefeiert wurde, hat eine Nutzfläche von 1500 Quadratmetern. Nach seiner Fertigstellung werden dort die in den beiden älteren Hallen vorgefertigten Implantate zu ihrer endgültigen Form weiterverarbeitet und in sogenannten Reinraummodulen steril verpackt. Diese Produktionsabläufe finden bisher noch in Berlin statt und werden nach Luckenwalde verlagert.

Von Hartmut F. Reck

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