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Praxis schickt Mutter mit kranker Tochter weg

Luckenwalde Praxis schickt Mutter mit kranker Tochter weg

So etwas will keine Mutter erleben – doch in Luckenwalde ist es passiert. Dort hat eine Mutter mit ihrer kranken Tochter einen Arzt aufgesucht. Trotz Sprechstunde sind die beiden weggeschickt und auf den nächsten Tag vertröstet worden. In der Praxis hat man dafür auch eine Erklärung.

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Das Luckenwalder DRK-Krankenhaus, dort ist auch das Medizinische Versorgungszentrum untergebracht.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Volle Wartezimmer in der Grippe-Hochsaison machen Patienten wie medizinischem Personal zu schaffen. Wenn man dann unverrichteter Dinge wieder abziehen muss, macht sich schnell Ärger breit.

So ging es Roland Leitz aus Luckenwalde. Seine Frau hatte am 7. März gegen 15.30 Uhr mit der dreijährigen Tochter die Kinderarztpraxis im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in der Saarstraße aufgesucht. Das Mädchen hatte Fieber und Husten und fühlte sich sehr krank. Eher konnte die Mutter nicht kommen, da sie berufstätig ist und das Kind an dem Tag noch in der Kita war.

Ludwigsfelder Arzt diagnostiziert Virusinfektion

„Meine Frau wurde aber mit unserer Tochter vom Anmeldepersonal wieder weggeschickt, obwohl Sprechstunde war“, berichtete Roland Leitz am MAZ-Lesertelefon und ist darüber erzürnt. Man habe der Mutter geraten, fiebersenkende und Hustenmittel in der Apotheke zu kaufen und, falls es nicht besser werde, am nächsten Tag wiederzukommen. „Wir haben dann einen Arzt in Ludwigsfelde aufgesucht, der bei unserer Tochter eine handfeste Virusinfektion diagnostiziert und sie sofort kita-unfähig geschrieben hat“, so Leitz weiter.

Bestellsprechstunde am Mittwochnachmittag

In der Kinderarztpraxis beruft man sich auf die Regelung, dass am Mittwochnachmittag von 13 bis 16 Uhr offizielle Bestellsprechstunde ist. „Der Allgemeinzustand des Kindes wirkte nicht beeinträchtigt und wurde nicht als akuter Notfall eingeschätzt“, heißt es aus der Abteilung. Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt Sulaiman Kassir habe das Praxispersonal die Patientin auf die Akut­sprechstunde am Folgetag hingewiesen und sie bereits vorterminiert, um die Wartezeit für Mutter und Kind zu verkürzen.

„Die Patientin war mit allem einverstanden, aufgrund der angegebenen Anamnese wurden fiebersenkende Mittel empfohlen. Diese sollten bis zum Folgetag eingesetzt werden“, heißt es weiter. Zudem sei die Mutter auf die Rettungsstelle hingewiesen worden, falls sich der Zustand des Kindes akut verschlechtert.

„Zusätzlich haben wir in der Grippesaison eine Akutsprechstunde mittwochs von 10 bis 12 Uhr“, teilt das MVZ mit.

Von Elinor Wenke

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