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Teltow-Fläming Gymnasiasten trainieren Bewerbungsgespräche
Lokales Teltow-Fläming Gymnasiasten trainieren Bewerbungsgespräche
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18:04 12.06.2018
Die potenziellen Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber standen Schlange bei den Elftlässlern des Friedrich-Gymnasiums Luckenwalde Quelle: Hartmut F. Reck
Luckenwalde

Die Zahl der Ausbildungsbetriebe war ziemlich groß, die sich am Dienstagmorgen in der Aula des Friedrich-Gymnasiums versammelten. Insgesamt 17 Betriebe und Institutionen hatten einen bis zwei Vertreter aus der Personalverwaltung oder Betriebsführung geschickt, um den Elftklässlern ein Jahr vor ihrem Abitur gute Tipps für die Berufswahl und vor allem für ihre Herangehensweisen an Bewerbungen zu geben. Schließlich sollte man schon wissen, was Arbeitgeber so von ihren künftigen Auszubildenden erwarten, wie man sich vorstellen soll und was man dabei besser unterlassen sollte.

Arbeitgeber stehen Schlange

Doch ist es mittlerweile nicht mehr so, dass die jungen Bewerber bei den Betrieben Schlange stehen (außer vielleicht bei den ganz großen Playern), sondern eher umgekehrt. So wirkte es auch in der Aula des Gymnasiums, als 23 Firmen- und Behördenvertreter vor etwa 100 Schülern standen und sich erst einmal vorstellten.

Neben der Jugendberufsagentur und der Arbeitsagentur hatten Versicherungsgesellschaften, Krankenhäuser, die Polizei, die Sparkasse sowie die Stadt- und Gemeindeverwaltungen aus Luckenwalde, Zossen und Niedergörsdorf ebenso Vertreter geschickt wie örtliche Industriebetriebe.

Einzel- oder Gruppengespräche

Danach teilten sich die Trainer und die Schüler in neun Gruppen auf, bei denen sich die Schüler zunächst einer zwei- bis dreiköpfigen Jury vorstellen mussten. Gefragt waren neben den üblichen Personalien wie Name, Alter, Wohnort vor allem der Berufswunsch, eventuell schon bei welcher Firma, die Berufe der Eltern, die Zahl der Geschwister und die eigenen Hobbys. Dies geschah entweder in Einzel- oder Gruppengesprächen.

In Einzelgesprächen stellten sich bei dieser Jury die Schüler den Juroren vor. Quelle: Hartmut F. Reck

Die Berufswünsche waren mitunter sehr konkret. Ein 17-jähriges Mädchen will gern Staatsanwältin werden oder Rechtsanwältin. Darauf beharrt sie auch auf den Einwand eines Jurors, dass es bis dahin ein ganz schön langer Weg sei. Viel lieber hätte er sie wohl als kaufmännische Angestellte in seinem Industriebetrieb gesehen.

Ingenieur oder Rettungssanitäter

Der gleichaltrige Mitschüler träumt davon, als Ingenieur bei Mercedes neue Automodelle und Motoren zu entwickeln. Als Plan B nennt er die Arbeit als Rettungssanitäter. Der Dritte möchte Toxikologie studieren oder ersatzweise Chemielaborant lernen und die Vierte Erzieherin in einer Kita werden. Die Juroren machen sich Notizen und dann heißt es: Der Nächste bitte. Anschließend mussten die Schüler noch einige Einzel- und Gruppenaufgaben lösen, um Team-, Kritik- und Konfliktfähigkeit auszuloten.

Individuelle Auswertungen

Bei diesem Bewertungsverfahren (neudeutsch: „Assessment-Center“) „wollen wir die Schüler auf eine Bewerbungssituation vorbereiten“, sagte Sven Lange von der Barmer Krankenversicherung, der dieses Training organisiert hat, „damit sie später nicht ganz ins kalte Wasser springen müssen.“ Wichtig sei dabei, so Lange, „dass wir das mit jedem einzelnen Schüler auswerten“. Denn: „Bei richtigen Bewerbungen kriegt man das nicht“, weiß Lange. „Da heißt es nur: angenommen oder abgelehnt.“

Erste Bande

Weiterhin konnten bei dieser Bewerbungs- und Bewertungsaktion schon erste Bande zu den Unternehmen beziehungsweise Behörden geknüpft werden. So hatten sich einige Schüler bereits mit den teilnehmenden Arbeitgebern beschäftigt und ihnen bei dieser Gelegenheit gleich ihre Bewerbungsunterlagen in die Hand gedrückt.

Von Hartmut F. Reck

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