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Astronomietag in Dahlewitz

Wissenswertes am Observatorium der Tschäpe-Oberschule Astronomietag in Dahlewitz

Um die Sonne und den Mond ging es vor allem zum deutschen Astronomietag, der in der Dahlewitzer Oberschule „Herbert Tschäpe“ vom Verein „Volks-und Schulsternwarte Dahlewitz“ organisiert worden ist.

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Klaus Piepenhagen ist Mitglied im Verein „Schul-und Volkssternwarte Dahlewitz“.

Quelle: Krischan Orth

Dahlewitz. In entfernte Galaxien blicken aus Dahlewitz? Möglich ist dies am Observatorium der Herbert-Tschäpe-Oberschule. Zum deutschlandweiten Astronomietag am Sonnabend standen Sonne und Mond im Mittelpunkt.

Dirk Bartelt, zweiter Vorsitzender des Vereins „Volks-und Schulsternwarte Dahlewitz“, visiert die Sonne an. Ein spezieller Filter am Teleskop schützt die Augen. „Heute sind drei Sonnenflecken zu sehen“, beobachtet er. Am Rand der gelben Scheibe sprühen Funken. „Das ist eine Sonneneruption“, erklärt der Hobbyastronom. „Wenn sie in Richtung Erde strahlen, kann man das an der Störung der Radiowellen bemerken.“ Wenn das Auge das Spektakel auf der Linse erfasst, dann ist es bereits acht Minuten vergangen. Denn so lange braucht das Licht der Sonne bis zur Erde.

In der DDR war Astronomie Pflichtfach. Ende der 1980er Jahre konnte der ehemalige Direktor der heutigen Oberschule den Bau eines Observatoriums und Planetariums erreichen. Nach der Wende ging dann der Betrieb los. 1998 gründete sich der Verein, der die Anlagen betreut.

An der Tschäpe-Oberschule ist Astronomie ein reguläres Wahlpflichtfach. Um die Anschaffung der Schulbücher kümmert sich der Verein. „Im Unterricht bringen wir den Schülern zunächst die Grundlagen bei“, erläutert Astronomie-Lehrer Lutz Schwabe.

Dabei geht es auch aufs Observatorium. Klaus Piepenhagen ist technischer Leiter des Vereins. Der Ingenieur übt nach seinem Berufsleben sein astronomisches Hobby noch intensiver aus. Er erklärt die Besonderheiten des Dahlewitzer Observatoriums: „Wir haben einen großen Hohlspiegel, der für lichtschwache Galaxien und Sterne geeignet ist.“ Also für besonders ferne Galaxien und entferntere Sterne. Er möchte die großen raumzeitlichen Abstände versinnbildlichen. Zum Beispiel: Der Weg nach Hause sei 500 Meter lang oder acht Minuten. „Man kann Entfernung ja auch in Zeit messen, in Lichtjahren beispielsweise.“ Eine Lichtstunde wiederum stellt rund eine Billion Kilometer dar.

Der Verein veranstaltet regelmäßig Vorträge. Michael Wenzel, erster Vorsitzender des Vereins, informiert über den Mond. Beispielsweise, warum der Mond der Erde immer nur seine Vorderseite präsentiert. Bei Christiane Viola geht es um Mondgestein. Aus einem Teig aus Mehl, Salz und Kaffee entsteht eine formbare Knetmasse. „Ich möchte bei den Kleinsten Interesse für das Thema gewinnen“, sagt sie. Grundschulen und Kindergärten kommen sie besuchen.

Wer Zweifel an der Mondlandung hegt, der ist bei Ingo Hubert an der richtigen Adresse. Er kann beinahe jedes der Argumente auswendig. Auch das mit der flatternden US- Mondfahne. „Es gibt keine Atmosphäre auf dem Mond“, erklärt der Jugendleiter des Vereins. Was wie Flattern aussehe, sei sichtbare beim Einstecken der Fahne entstandene Gravitationskraft, die ohne Atmosphäre nicht ende.

Von Krischan Orth

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