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Asylbewerber erhalten Chipkarte

Gesundheitsversorgung Asylbewerber erhalten Chipkarte

Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Asylbewerber fällt für den Landkreis ein erheblicher Verwaltungsaufwand weg. Außerdem übernimmt das Land die Kosten für die Krankheitsbehandlung. Jetzt muss der Kreistag nur noch der Rahmenvereinbarung mit den Krankenkassen beitreten.

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Beigeordnete und Sozialdezernentin Kirsten Gurske.

Luckenwalde. Asylbewerber können die ihnen zustehenden Krankheitsbehandlungen nun direkt in Anspruch nehmen, ohne vorher den Umweg über das Sozialamt einschlagen zu müssen. Sie bekommen eine elektronische Gesundheitskarte, über welche die Behandlungskosten abgerechnet werden. Die Kosten dafür trägt das Land. Diese Neuigkeit konnten die Beigeordnete Kirsten Gurske (Linke) und Guido Kohl vom Sozialamt dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales am Montag berichten.

Bisher mussten die Flüchtlinge und Asylbewerber vor jedem Arztbesuch erst einen Krankenbehandlungsschein im Sozialamt der Kreisverwaltung in Luckenwalde abholen. Bisher wurden die Kosten für die notwendigen, aber eingeschränkten Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt vom Kreis getragen, der dies aus der Kostenerstattungspauschale finanzieren musste. Das war oft nicht auskömmlich.

Inzwischen haben das Land und die kommunalen Spitzenverbände eine Rahmenvereinbarung mit den verschiedenen Krankenkassen des Landes Brandenburg ausgehandelt, wonach die Asylbewerber eine Chipkarte erhalten und damit einen unbürokratischen Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten. Dadurch werde der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert, so Gurske, und führe zu einer deutlichen Anhebung der Lebensqualität und auch zu einer besseren Integration.

Das bisher von den Landkreisen befürchtete Risiko eines Missbrauchs der Chipkarte werde vom Land übernommen ebenso wie die Kosten für die erbrachten Leistungen und auch für die Verwaltung, betonte Guido Kohl: „Wir geben die mit uns abgerechneten Kosten an das Land weiter.“ Das Landhabe sich da eindeutig positioniert.

Jetzt muss nur noch der Kreistag am kommenden Montag dem Beitritt zur Rahmenvereinbarung zustimmen. Der Ausschuss tat das bereits einstimmig.

Von Hartmut F. Reck

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