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Asylfragen: Jüterbog demonstriert erneut

Flüchtlingspolitik Asylfragen: Jüterbog demonstriert erneut

Nach einer Anti- und einer Pro-Asyl-Demonstration am 20. November, wird es nun noch eine dritte Aktion zur Asylpolitik in Jüterbog geben. Stadtverordnete zweier Fraktionen aus Bürgerinitiativen laden zu „Asylkrise – Jüterboger wollen Antworten“ am 19. November ein.

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Vor dem Rathaus in Jüterbog wird in dieser Woche viel demonstriert.

Quelle: MAZ

Jüterbog. Zum Thema Flüchtlingspolitik findet am Donnerstag um 18 Uhr auf dem Markt in Jüterbog eine Veranstaltung statt. Mehrere Stadtverordnete haben dieses Treffen unter dem Motto „Asylkrise – Jüterboger wollen Antworten. Für mehr Ehrlichkeit in Politik und Medien“ organisiert. „Wir erwarten diejenigen, die mit der momentanen Asylpolitik der Bundesregierung nicht einverstanden sind“, sagt Stadtverordneter Alexander Struck von der Bürgerinitiative „Wir sind Jüterbog“.

Das kurzfristig anberaumte Treffen, bei dem mindestens ein Redner auftreten wird, sorgte bereits gestern für Gesprächsstoff in der Stadt und im Internet, zumal für Freitagabend bereits zwei Demonstrationen zum Thema Asyl angekündigt wurden: ein „Abendspaziergang“, angemeldet von einem NPD-Politiker, gegen den „Asylwahn“ und eine Gegendemonstration von einem Bündnis aus Kirche, Flüchtlingshilfe, Verein „Jute Bürger“ und SPD.

Die Demo am Donnerstag „soll den Bürgern von Jüterbog die Möglichkeit geben, sich positionieren zu können, ohne dabei gleich dem linken oder rechten Lager zugeordnet zu werden“, schreibt Michael Poser, Stadtverordneter der Fraktion „Für Jüterbog“, auf Facebook, wo bereits wieder das Für und Wider diskutiert wird.

„Es ist völlig klar, dass wir denen helfen, die verfolgt werden und deren Leben bedroht ist“, sagt Alexander Struck. „Aber wir können nicht im nächsten Jahr 600 Flüchtlinge in Jüterbog aufnehmen.“ Die Stadt habe begrenzte Kapazitäten. Integration sei dann nicht mehr möglich. „Wir wollen die Mitte und helfen in Maßen, nämlich so viel wir vertreten können“, sagt er und übt massive Kritik an der Politik und den Medien. „Offensichtlich werden wir über die Lage belogen“, so Struck, „es wird viel geheim gehalten und vertuscht.“

Bereits Ende Oktober hatte es in der Stadtverordnetenversammlung Jüterbog eine Grundsatzdebatte über die Unterbringung und Unterstützung gegeben. Eine Erklärung der Fraktionen von Linken und SPD sowie dreier weiterer Stadtverordneter wurde von den Fraktionen „Wir sind Jüterbog“ und „Für Jüterbog“ abgelehnt. Als Grund nannten sie unter anderem die Sorgen und Bedenken von Bürgern.

Von Martina Burghardt

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