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Teltow-Fläming Zeichnen als zauberhafter Zeitvertreib
Lokales Teltow-Fläming Zeichnen als zauberhafter Zeitvertreib
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09:02 16.03.2018
Das ist Angelique Hensels Lieblingsmotiv: Schauspielerin Audrey Hepburn in einer Szene aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“. Quelle: Fotos: Frank Pechhold (4)
Wünsdorf

Bilder bringen Ruhe in den stressigen Schulalltag und bereiten anderen Menschen Freude. Von diesem Gedanken lässt sich Angelique Hensel leiten, wenn sie prominente Schauspieler und PS-starke Trucks für Freunde und Verwandte zu Papier bringt oder auf die Leinwand zaubert.

Farbe und Formen haben es der Wünsdorfer Oberschülerin angetan. Gemalt hat sie schon immer gern. Verschenkte Angelique Hensel früher selbst gestaltete Postkarten zu Weihnachten, Ostern oder Geburtstagen, so sind es heute nach Fotovorlagen gezeichnete Porträts weltbekannter Promis wie Louis dè Funes oder Marilyn Monroe. Die Monroe im Pop-Art-Stil war ihr erstes Leinwandbild. Bis auf die knallrot hervorgehobenen Lippen posiert die blonde Diva schwarz-weiß.

Leider noch keinen Film mit Audrey Hepburn gesehen

„Meiner Oma habe ich zu Weihnachten Audrey Hepburn gemalt“, erzählt die 17-Jährige. Das gleiche Leinwandmotiv hängt auch bei ihr zu Hause an der Wand. „Das ist mein Lieblingsbild“, schwärmt die Zehntklässlerin von der zeitlos schönen Frau mit dem verführerischen Blick und der langen Zigarettenspitze. Das original Foto stammt aus dem Hollywood-Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle. Die Schauspielerin britisch-niederländischer Herkunft zählte in den 1950er und 1960er Jahren zu den führenden weiblichen Filmstars. „Leider habe ich noch keinen Film mit ihr gesehen“, bedauert Angelique Hensel dieses Versäumnis ein klein wenig. Aber dafür bleibt ihr noch alle Zeit der Welt.

Aktuell ist Zeichnen ihre große Leidenschaft und ein zauberhafter Zeitvertreib. „Hauptsächlich zeichne ich in meinem Zimmer auf dem Fußboden sitzend.“ Vorsichtig öffnet sie das Köfferchen voller Aquarell- und Acrylfarben, kleiner und großer Pinsel. Behutsam nimmt sie den Zeichenblock zur Hand oder holt eine weiße Leinwand hinter dem Schrank hervor. Während im Hintergrund Musik läuft, skizziert sie ein meist im Internet gefundenes Motiv. „So kann ich Fehler noch korrigieren.“ Erst wenn alles passt, malt Angelique zunächst die kleinen, dann die großen Flächen aus. Zum Schluss setzt sie ihre Signatur „Angie“ unter das Bild. „Und schon bin ich fertig.“

Freude über positives Feedback

Eher selten zeichnen Mädchen in ihrem Alter Autos. Bei Angelique Hensel ist das anders. Für solche Motive habe sie ein guter Freund begeistert. „Mit dem war ich schon zwei Mal in Holland auf dem größten Truck-Treffen Europas.“ Hier habe sie Trucker aus Irland und England kennen gelernt. Daheim habe sie versucht, deren Lkw zu zeichnen. Ob Trucks, Promis oder eine Szene am Wünsdorfer See. „Egal, welches Motiv ich gerade gemalt habe. Ich freue mich, wenn ich von den Leuten ein positives Feedback bekomme“, sagt sie.

So wie beispielsweise von ihrer Freundin Elizabeth Währisch. „Ich finde Angeliques Zeichnungen schön“, sagt die 16-Jährige aus der Wünsdorfer MAZ-Schulreporter-Klasse 10a. Erst vor wenigen Tagen habe Angelique ihr die gezeichnete Disney-Film-Meerjungfrau „Arielle“ zum Geburtstag geschenkt. „Das Bild hängt nun über meinem Fernseher.“ Früher habe sie auch gezeichnet, sagt Elizabeth Währisch, „aber längst nicht so gut wie Angie“. „Malen und zeichnen ist halt nicht so meins“, sagt Yorick Zöllner. Er sei eher sportlich als Leichtathletik aktiv, so der 15-Jährige. „Aber ich finde es cool, wenn Leute so gut wie Angelique zeichnen können“.

Arbeitsgemeinschaft für junge Talente als Angebot

Kunsterzieherin Annegret Kulke kennt Angelique Hensel schon seit ihrer Grundschulzeit. „Vom eigenen Anspruch an ihre Zeichnungen ist Angelique teilweise doch schon erwachsener als manch anderer Schüler.“ Kulke zufolge gebe es in der Wünsdorfer Oberschule einige Mädchen und Jungen, die gern zeichnen, malen oder Graffiti sprühen. „Oft wird behauptet, dass diese Art von Freizeitbeschäftigung unter jungen Leuten stark abnimmt“, sagt die 53-jährige Pädagogin. Das widerspreche ihren Erfahrungen. „Da haben manche Erwachsene ein ziemlich verschobenes Weltbild.“

Allerdings gibt es durchaus alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Jungen mögen Motive wie Action-Figuren, Roboter, Raumschiffe, Mädchen eher Blumen, Pferde. Andererseits versuchen Mädchen und Jungen Cartoonfiguren zu zeichnen. „Wir haben in der Schule die Möglichkeit, Talente in einer Arbeitsgemeinschaft zu fördern“, sagt Annegret Kulke. Vor allem Schüler aus den siebenten und achten Klassen, aber auch einige ältere Mädchen und Jungen nehmen dieses Angebot an.

Von Frank Pechhold

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