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Teltow-Fläming Auf Erkundungsfahrt durch den Kirchenkreis
Lokales Teltow-Fläming Auf Erkundungsfahrt durch den Kirchenkreis
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10:29 14.03.2016
Helmut Kruse (r.) erläutert den Gästen die Sanierungsarbeiten. Quelle: FOTO: RECK
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Trebbin

Es ist kalt und die Herrschaften lassen auf sich warten. Edith und Helmut Kruse stehen am Samstagnachmittag in der Trebbiner Sankt Marienkirche und bedauern, dass sie keine Heizung hat. Die brennenden Kerzen können das Kirchenschiff auch nicht aufheizen und höchstens die Hände etwas erwärmen, wenn man sie an die kleinen Flammen hält. Zwischendurch kommt Pfarrer Jürg Albrecht Wildner immer mal kurz herein, um sich dann wieder in das Pfarrhaus zurückzuziehen. Die Sonntagspredigt muss wohl noch geschrieben werden.

Das Ehepaar Kruse hält die Stellung. Keiner kennt sich mit der Kirche so gut aus wie die beiden – sie historisch und er baulich. Die ehemalige Eisenbahnerin hat sich in die Geschichte der Kirchengemeinde Trebbin hineingekniet und macht ehrenamtliche Führungen durch die Sankt Marienkirche und die Stankt Annenkapelle. Der gelernte Maurer und Polier ist seit 1980 Vorsitzender des kirchlichen Bauausschusses. Seitdem hat er sämtliche Sanierungsarbeiten begleitet, überwacht und teilweise auch selber organisiert.

Dann endlich kommt sie, die etwa zwölfköpfige Delegation mit Superintendentin Katharina Furian, Kirchenoberbaurat Matthias Hoffmann-Tauschwitz und hochrangigen Vertretern der Landeskirchen von Baden sowie von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Beide Landeskirchen pflegen seit vielen Jahrzehnten eine enge Partnerschaft, die auch weiterhin Bestand haben soll. Die direkte Partnerschaft zwischen den Kirchengemeinden von Trebb

So engagiert sich die Badische Landeskirche finanziell sehr stark bei der Sanierung märkischer Gotteshäuser. Und jetzt wollten die Gäste mal sehen, was mit dem Geld aus dem Südwesten der Republik im Nordosten so passiert ist.

Seit dem Vormittag war die Kirchendelegation unterwegs. Die Erkundungsrundfahrt durch den Kirchenkreis Zossen-Fläming begann mit einer Andacht in der Zossener Dreifaltigkeitskirche und führte dann nach Mittenwalde, Dahme, Niebendorf und schließlich nach Trebbin.

Von den Zuschüssen aus Baden konnten die Stadtkirchen in Zossen und Trebbin profitieren. Dass es auch mit reiner Eigeninitiative geht, zeigte man den Badensern zum Beispiel in Niendorf. Dort erfolgt die Sanierung der kleinen Dorfkirche mit ihrem geschnitzten Bauernbarock hauptsächlich durch privates Engagement.

Dass man auch in Trebbin nicht bloß auf die Zuschüsse auf Baden gewartet hat, betonte Helmut Kruse, der im Ort fleißig Geld gesammelt hatte. Doch ohne die 180 000 Euro von der badischen Landeskirche wäre das insgesamt 1,34 Millionen teure Vorhaben nicht zu bezahlen gewesen. So mussten die Decke der aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammenden und 1744 unter Friedrich dem Großen umgebauten Kirche erneuert und das Dach sowie der Turm saniert werden. Die restlichen Gelder kamen von Stadt, Kreis, Land und Bund sowie von der eigenen Landeskirche und vielen Spendern.

Von Hartmut F. Reck

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