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Auf Tour mit Reich

Firmenjubiläum eines Jüterboger Traditionsbetriebes Auf Tour mit Reich

Seit 25 Jahren gibt es den Jüterboger Fuhrbetrieb von Arno Reich, der ihn am 1. Juni 1990 gründete. Heute führt Sohn Udo die Firma, der schon nach seinem Studium mit 22 Jahren Verantwortung übernahm. Beide engagieren sich zudem in der Stadtpolitik und als Sponsoren.

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Udo Reich (l.) mit Vater und Firmengründer Arno Reich auf dem Jüterboger Betriebshof.

Quelle: Gertraud Behrendt

Jüterbog. Ein Vierteljahrhundert ist das Fuhr-Unternehmen seit dem 1. Juni alt: Arno Reich hat es gegründet, als 1990 die Fahrschule aus dem damaligen Kraftverkehrsbetrieb herausgelöst wurde. Ihm blieb nichts weiter übrig, als sich eine neue Existenz aufzubauen. „Weil ich Leiter der Fahrschule war, haben mich die Kollegen gefragt, ob sie bei mir arbeiten können“, erzählt er. Ein Anfang mit Leuten, die man schon kennt, hat Vorteile.

So legte der Kfz-Meister und Fahrschulprüfer in Jüterbog mit vier Angestellten los. Im Gebäude in der Straße An der Tränke in Jüterbog ist jetzt nur noch die Fahrschule für Auto- und Motorradschüler. Das Gros der A. Reich GmbH wird mit dem Lkw-Transport erwirtschaftet, „etwa 65 Prozent“, schätzt Udo Reich. Der Junior hat in Potsdam Betriebswirtschaft studiert und ist seit 2003 Geschäftsführer und Gesellschafter im Unternehmen. Damals war er erst 22 Jahre alt – sicher einer der jüngsten Jungunternehmer im Land. „Gleich nach dem Studium habe ich den Betrieb übernommen“, sagt er. Sein Vater fügt stolz hinzu: „Udo lenkt und leitet die Firma, das macht er gut.“ Der Betrieb, sagt der Senior nachdenklich, hätte sich nicht so erfolgreich behauptet, „wenn wir nicht so viel Glück mit unseren Mitarbeitern gehabt hätten“. Die würden stets mitdenken.

Dass eigene Gedanken eben auch geäußert werden, liegt wohl daran, dass man mit den Chefs reden kann. Udo Reich ist immer gut gelaunt. Er musste nicht dazu angehalten werden, sich für das Unternehmen des Vaters zu interessieren. „Ich war schon als kleines Kind immer dabei“, erinnert er sich, „nach der Schule ging ich erst Vater besuchen und bin so reingewachsen.“ Auch der Senior ist froh darüber.

Beide sind stolz auf ihren Betrieb, zu dem nun mehr als 40 Mitarbeiter, 60 Fahrzeuge – darunter 25 Lastzüge und neun Busse – sowie eine Werkstatt gehören. Als der größte Teil des Betriebes von 1999 bis 2000 in die Grünaer Siedlung zog, „wusste ich gar nicht, was ich in die vielen Garagen alles reinstellen soll“, sagt Arno Reich. Nun sind sie voll.

Noch eins haben Vater und Sohn gemeinsam: Ihr Engagement fürs Allgemeinwohl. Arno Reich war einst Stadtverordneter für die CDU, hat sich aber aus der Politik zurückgezogen. Udo Reich trat gemeinsam mit anderen Unternehmern als „Für Jüterbog“ (FJB) zur Kommunalwahl 2014 an. Mit vier Mandaten schnitten sie sehr gut ab. „Man lernt viel dazu. Das ist sehr interessant“, sagt Udo Reich.

Der 34-Jährige hat einen zweijährigen Sohn. Noch lässt sich nicht absehen, ob er sich für das Unternehmen interessieren wird. Vater und Großvater würden sich freuen. Udo Reich findet es schade, dass sein Großvater nicht mehr miterlebt hat, wie sich der Betrieb entwickelt hat.

Von Gertraud Behrendt

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