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Teltow-Fläming Auf den Spuren des Erfinders
Lokales Teltow-Fläming Auf den Spuren des Erfinders
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00:29 31.03.2018
Leica-Society-Vorsitzender Brian Oliver, sein Sohn Nick und Lynows Ortsvorsteher Heinz Kroll (v.l.) am Dienstag im Oskar-Barnack-Museum. Quelle: Fotos: Margrit Hahn (2)
Lynow

Brian Oliver ist ein Kenner in Sachen Oskar Barnack, dem Erfinder der Kleinbildkamera. Das Museum in Lynow kannte der 82-jährige Vorsitzende der internationalen Leica Society bisher aber nicht. Deshalb war der Brite sehr erfreut, als er erfuhr, dass er den Osterbesuch bei seinem Sohn Nick mit einem Abstecher nach Lynow verbinden kann. Ortsvorsteher Heinz Kroll hatte erst vor wenigen Tagen erfahren, dass sich Brian Oliver das Barnack-Museum anschauen möchte. Für den Briten ist Oskar Barnack ein Held. Seit 20 Jahren sammelt er Leica Kameras und hat sich in dieser Zeit auch mit dem Leben Oskar Barnacks auseinandergesetzt.

Für den internationalen Gast (M.) gab es Blumen und Informationsmaterial über die Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Quelle: Margrit Hahn

Mit großem Interesse verfolgten Brian Oliver, sein Sohn Nick und dessen Schwiegervater in spe Hans-Karsten Steffen den Ausführungen des Lynower Ortsvorstehers. Heinz Kroll berichtete, dass erste Nachforschungen über Oskar Barnack erst in den 1970er Jahren erfolgten. „Ein Grundschullehrer hat damals gesagt, dass Lynow ein ganz berühmter Ort ist“, so Kroll.

Über das Leben von Oskar Barnack

1879 wurde Oskar Barnack in Lynow geboren. Er absolvierte eine Mechanikerlehre und ging als Leiter der Versuchsabteilung nach Wetzlar.

Als begeisterter Amateurfotograf wanderte er oft mit großer Ausrüstung durch den Thüringer Wald. Doch diese war sehr schwer.

Seit 1905 verfolgte er die Idee „kleines Negativ – großes Bild“. Anfang 1914 hatte er die „Ur-Leica“ fertig.

Bis zur Wende wurde Material über den in Lynow geborenen Oskar Barnack gesammelt. Allerdings ist davon nichts mehr auffindbar. Herbert Spitz hatte sich Anfang der 90er Jahren wieder mit dem Erfinder befasst. Seit Herbst 1995 existiert das Museum in Lynow.

Brian Oliver fotografierte in Lynow mit seiner Leica. Quelle: Margrit Hahn

Brian Oliver ist seit fünf Jahren Vorsitzender der Leica Society, der er seit 15 Jahren angehört. Die Ziele der Organisation sind die Unterstützung des Sammeln, der Verwendung und der Forschung aller Leica egal ob analog oder digital. Viele verwenden noch alte Kameras mit Schraubgewinde oder Festobjektiven. Der Sitz der Leica Society ist zwar in Großbritannien, aber die 334 Mitglieder stammen aus aller Welt – unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Japan, Indien und den USA. Eine große Frage: Noch immer wird in Fachkreisen darüber gerätselt, wo die Ur-Leica geblieben ist. Diese hatte Oskar Barnack einst seinem Sohn vererbt.

In der Ausstellung sind viele alte Fotoapparate zu sehen, unter anderem auch Leica-Kameras. Quelle: Margrit Hahn

Die Idee, dem Briten das Museum in Lynow zu zeigen, stammt von Hans-Karsten Steffen aus Blankenfelde. Er hatte einen Artikel über Oskar Barnack in der Zeitung gelesen und ihn Brian Oliver zukommen lassen. Seit diesem Zeitpunkt stand für den Briten fest, dass er nach Lynow kommt. Im Museum sind neben der Geburtsurkunde und Fotos vom Geburtshaus, das allerdings nicht mehr existiert, auch viele Abbildungen von Oskar Barnack und seiner Familie zu sehen; auch etliche Fotoapparate.

Das Barnack- Museum in Lynow Quelle: Margrit Hahn

Bei einem Exemplar ist sich Heinz Kroll nicht sicher, ob es sich um eine Leica handelt. Der Fotoapparat wurde dem Museum zu Ausstellungszwecken geschenkt. „Es fehlt aber der für Leica-Kameras typische rote Punkt“, stellte Brian Oliver fest. Allerdings könnte dieser im Laufe der Zeit auch verschwunden sein. Der Brite glaubt nicht, dass diese Leica eine Dublette ist. Dementsprechend hätte sie auch einen gewissen Sammlerwert.

Von Margrit Hahn

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