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Teltow-Fläming Auf den Spuren von August Krause
Lokales Teltow-Fläming Auf den Spuren von August Krause
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00:16 18.04.2017
Zur traditionellen MAZ-Osterwanderung kommen seit mehr als 20 Jahren regelmäßig mehr als 1000 Wanderfreunde. Am Ostermontag geht es ab 10 Uhr durch den Niederen Fläming. Quelle: Margrit Hahn
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Schlenzer

Rund um das höchstgelegene Dorf des Niederen Flämings führt am Ostermontag um 10 Uhr die 24. MAZ-Osterwanderung. Der kleine Ort Schlenzer, der sich dank seiner über 140 Höhenmeter als Bergdorf empfindet, erwartet hunderte Teilnehmer, die gemeinsam über den Mühlenberg, durch die Höllenberge und entlang der Riesdorfer Heide wandern und dabei tolle Aussichten auf die umliegende Landschaft erhaschen.

Der Weg führt durch den blühenden Fläming. Quelle: Uwe Klemens

Wanderleiterin Cornelia Korb verspricht, dass die zehn Kilometer lange Strecke keiner besonderen Anstrengung bedarf. Wenn die Kinder der Werbiger Achim-von-Arnim-Grundschule mit einigen Liedern die Wanderlust entfacht haben, werden Niederer Flämings Bürgermeister David Kaluza (parteilos) und der Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlags, Lothar Mahrla, mit Wanderleiterin Korb den Rundweg eröffnen.

Wanderleiterin empfiehlt Höllenberg-Tour

Für Korb ist die Strecke eine der schönsten, die sie in der Region kennt. Sie empfiehlt den Teilnehmern: wenig Gepäck wie Wasser oder Tee, eine leichte Regenjacke und vor allem bequeme Schuhe. Größere Verpflegung ist nicht nötig, weil diese am Ende der Strecke durch regionale Gastronomen bereit gestellt wird. So werden „Ecki’s Suppenküche“ aus der Gemeinde Am Mellensee und der „Apels Alte Mühle“ aus Hohenseefeld vor Ort sein. Vor allem aber haben sich die Dorfbewohner von Schlenzer ins Zeug gelegt. „Die Frauen haben Hefeplinsen vorbereitet und die Feuerwehr kümmert sich um den Grill und die Getränke“, sagt Ortsvorsteher Reinhard Siebert.

Willkommen in Schlenzer! Quelle: Uwe Klemens

Das Engagement der Feuerwehr von Schlenzer hat einen ganz besonderen Hintergrund: Ihre Tradition reicht weit zurück. In zwei Jahren wird der 100. Gründungstag gefeiert, was ordentlich gewürdigt werden soll. „Wir werden eine große Feier verbunden mit dem Dorffest machen“, kündigt Ortswehrführer Steven Schwarz schon mal an. So eine Jubiläumsfest kostet aber auch Einiges. Wer bei der Osterwanderung am Getränke- und Essensstand der Freiwilligen Feuerwehr noch einen Euro übrig hat, kann diesen in die aufgestellte Spendenbox tun.

Feuerwehr sorgt sich um Organisatorisches

„Daneben kümmern wir uns am Ostermontag um die Parkplatzregulierung“, sagt Schwarz. Das ist für die Feuerwehr zwar ein regulärer Einsatz mit bekannten Aufgaben, doch so eine große Aktion hat Steven Schwarz in seinem Ort bisher noch nicht erlebt. „So viele Menschen auf einmal hatten wir eigentlich noch nicht hier“, sagt der Ortswehrführer. Deshalb werden die Schlenzeraner Feuerwehrmänner auch noch von Mitgliedern ihrer Nachbarfeuerwehren unterstützt. Jeder Euro, der am Ende des Tages im Ort geblieben ist, wird zur einen Hälfte in das diesjährige Dorffest und zur anderen in das Feuerwehr-Jubiläum investiert.

Die Feuerwehr sammelt fürs Jubiläum. Quelle: Isabelle Richter

Auch auf andere Art bringen sich die knapp 200 Einwohner von Schlenzer ein. „Wir haben in dieser Woche gemeinsam den Sportplatz auf Vordermann gebracht“, sagt Ortsvorsteher Siebert, „der war zu drei Vierteln von Wildschweinen umgewühlt worden. Außerdem haben wir gemeinsam mit dem Bauhof einzelne Bäume an der Strecke gesichert.“ Ein kleiner Trödelmarkt wird dafür sorgen, dass die Gäste nicht nur schöne Eindrücke als Souvenir mit nach Hause nehmen.

Kunst-Ausstellung und ein historischer Held

Im Sportlerheim neben dem Start- und Zielpunkt der MAZ-Osterwanderung wurde eine Kunst-Ausstellung für die vielen Besucher vorbereitet worden. Dahinter stecken Ingrid Spruch und Christfried Rändel. Cousin und Cousine stammen aus Schlenzer und haben den Ort in Bildern festgehalten. Impressionen von der Route und den Ausblicken auf die Umgebung in Aquarellen stimmen die Besucher auf die Tour ein. Außerdem zeigen einige der Bilder Schlenzers historischen Helden: August Krause, eine Art Robin Hood des Flämings.

Schlenzer-Ansicht von Christfried Rändel. Quelle: Christfried Rändel

Der hielt sich vor gut 100 Jahren im Wald der Höllenberge versteckt – und könnte auch den Teilnehmern der Osterwanderung auf ihrem Weg begegnen, wenn sie die Augen offen halten. Die Autorin Swetlana Neumann aus Wiesenburg hat die Geschichte Krauses in einem alten Manuskript vor drei Jahren wiederentdeckt und neu veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrem Mann tritt sie seitdem regelmäßig als das Ehepaar Krause auf.

Trachtentanz und Eierkullern

Neben dieser Lokalhistorie will die Tanzgruppe „Flämingreigen“ aus Sernow mit ihren Trachten allen, die von außerhalb anreisen, das Kulturgut des Flämings näherbringen. Und da es sich um eine österliche Aktion handelt, wird auch einer der beliebtesten Traditionen von Schlenzer gepflegt: 1000 bunt bemalte Eier stehen für das Eierkullern in den Höllenbergen bereit.

Reinhard Siebert dankt schon im Voraus seinen Einwohnern und den Helfern der Dörfer ringsum. Er ist zuversichtlich, dass sein Dorf den Ansturm der Wanderfreunde gut verkraftet. „Wir haben schon bei unser 800-Jahr-Feier vor zwei Jahren einiges geschafft und freuen uns über jeden einzelnen, der zu uns kommt. Und beim Wetter sind wir optimistisch“, sagt er. Siebert freut sich, dass Schlenzer durch die MAZ-Osterwanderung künftig vielen Menschen ein Begriff sein wird.

Von Peter Degener

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