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Teltow-Fläming Auf der Suche nach Schädlingen
Lokales Teltow-Fläming Auf der Suche nach Schädlingen
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04:18 14.10.2016
Baumschau in Dabendorf: Hendrik Graf vom Grünflächenamt, Ortsvorsteher Andreas Noack, Baumteam-Leiter Markus Tichter (v.l.). Quelle: Pechhold
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Dabendorf

Bei der Baumschau guckte Hendrik Graf vom Zossener Grünflächenamt ganz genau hin. In Dabendorf suchten Graf, Markus Tichter, Leiter des städtischen Baumteams, und Ortsvorsteher Andreas Noack (Plan B) Donnerstag in der Dorfaue gemeinsam nach schädlichen Pilzen, Faulstellen und Totholz an den alten Linden.

Drei Minuten für jeden Baum

„Eine ganz normale Baumschau funktioniert so, dass wir uns jeden der rund 8000 Straßenbäume in allen zehn Ortsteilen etwa drei Minuten lang anschauen“, sagt Hendrik Graf. „Da sind meine Mitarbeiter fast zwei Wochen unterwegs“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Zusätzlich sichten Graf und Tichter alle Bäume auf Schulhöfen, vor Kitas, in Parks und anderen öffentlichen städtischen Einrichtungen. Weiter kann jeder Ortsvorsteher bei extra Terminen Bürgerbeschwerden und eigene Beobachtungen an den (Fach-)Mann bringen. Dieses Angebot nahm Andreas Noack wahr.

Baumschau für die Verkehrssicherheit

„Die Baumschau ist eine Sichtkontrolle im Sinne der Verkehrssicherungspflicht“, erklärte Hendrik Graf. Dabei werden Bäume in Augenschein genommen und auf verkehrsgefährdende Schäden an Wurzel, Stamm und Krone untersucht. In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) versucht die Stadt, die über 100 Jahre alten Linden und auch alle anderen Bäume im Stadtgebiet möglichst lange zu erhalten. Ungeachtet dessen mussten im vorigen Jahr 56 Bäume mit Genehmigung der UNB gefällt werden. Für die Beseitigung aller anderen Gefahrenstellen an den hölzernen braunen Riesen mit den ausladenden, herbstlich bunten Blätterkronen ist die Stadt zuständig. Erkennen die Kontrolleure eine Gefahr, dann können sie Baumpflegemaßnahmen empfehlen. Dazu gehören Entfernen von mindestens drei Zentimeter dicken Totholzästen, Anbringen von Kronensicherungssystemen, unter Umständen auch die Kroneneinkürzung oder Fällung des Baumes. Mit einem roten Punkt aus der Sprühdose markierte Hendrik Graf jede behandlungsbedürftige Linde in der Dorfaue. „Nun wissen Markus Tichter und sein Baumteam genau, wo sie mit der Hubbühne anrücken und die Säge ansetzen müssen“, sagt er. „Das ist eine wichtige Arbeit“, so Ortsvorsteher Noack. Schließlich würden in der Dabendorfer Dorfaue große Volksfeste gefeiert. Hinzu kämen die parkenden Autos. „Da wäre es schlimm, wenn ein Baum auf ein Auto fällt oder ein Ast runter kracht und noch jemand verletzt“, sagte Noack. Als 14-Jähriger habe er erlebt, dass ein Junge an einem stürmischen Tag nahe der Dorfaue von einem Baum erschlagen wurde.

Pilzbefall bei Friedhofsbäumen

„Solche Unwetter sind höhere Gewalt. Dagegen hilft auch keine Baumschau“, weiß Hendrik Graf. So habe eine Windhose am 29. August von Nunsdorf bis Groß Schulzendorf eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Holz zersetzende Pilze brachten Wochen zuvor zwei Bäume zu Fall, die noch bei der letzten Baumschau äußerlich als gesund galten. Daraufhin ordnete Bürgermeisterin Michaela Schreiber eine genaue Untersuchung an. „Auf dem Friedhof in Zossen war der sehr schwer festzustellende Brandkrustenpilz schuld daran, dass ein Baum umgekippt ist“, so Graf. Der andere Baum fiel im Strandbad Wünsdorf um. „Da war der Hallimasch drin.“

Von Frank Pechhold

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