Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Auf zur Zeitreise
Lokales Teltow-Fläming Auf zur Zeitreise
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:34 09.01.2014
Museumspädagogin Ulrike Kersting zeigt die ersten Kinderkostüme. Quelle: Kathrin Burghardt
Jüterbog

Mit einer neuen Dauerausstellung möchte das Jüterboger Kulturquartier künftig noch mehr Besucher anlocken. Vor allem Familien und Schulklassen sollen als Zielgruppen für das Museum weiter erschlossen werden. Unter dem Motto „Mitmach-Mittelalter“ erarbeitet die Stadt derzeit einen neuen Ausstellungsteil, der speziell für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgerichtet ist. Die kleinen Museumsgäste können künftig in originalgetreue Kostüme schlüpfen und sich so auf eine Zeitreise durch das Museum begeben.

„Ziel ist es, den Kindern das Leben im späten Mittelalter, also zur Zeit der Reformation, nahe zu bringen“, sagt Museumsleiter Norbert Jannek. Das Kindermuseum sei ein weiterer Beitrag der Stadt zur Lutherdekade. Nach dem Prinzip „Lernen durch Ausprobieren“ können Kinder Wissenswertes über die Lebensumstände der Jüterboger in der Reformationszeit erfahren.

Das Konzept für die Ausstellung haben Norbert Jannek und Kulturquartiersleiter Jens Katterwe mit der Museumspädagogin Ulrike Kersting entwickelt. Wichtig war der historische Bezug zu Jüterbog. „Für Jüterbog ist zum Beispiel ganz wesentlich für das mittelalterliche Erscheinungsbild der rote Backstein. An einer Station können die Kinder daher selbst mit Ziegeln mauern und lernen so etwas zur Baugeschichte der Stadt, oder warum es zum großen Stadtbrand kam “, erläutert Jannek. An weiteren Stationen können die Kleinen weben und sticken, spielen, womit Kinder im Mittelalter spielten, oder schreiben, wie es die Schüler im Mittelalter taten.

„Alle Stationen wollen wir jetzt noch nicht verraten. Es werden auf jeden Fall alle fünf Sinne angesprochen“, sagt Ulrike Kersting. „Die Kinder lernen zudem den Wert vieler Dinge zu schätzen, die heute selbstverständlich sind“, ergänzt Jens Katterwe. Die neue Ausstellung war bereits seit längerem geplant, auch ein geeigneter Raum im ehemaligen Klostergemäuer wurde dafür frei gehalten.

„Die Finanzierung stand Ende 2013 dann glücklicherweise fest, als die Stadt einen Fördermittelbescheid erhalten hat“, sagt Katterwe. 60.000 Euro bekam die Stadt aus einem Fördermittelmix im Rahmen der Lutherdekade. Dafür wurden zum Beispiel die Kostüme für die Kinder angefertigt. „Die hat eine Schneiderin aus der Region nach alten Vorlagen erstellt. Die Gewänder sind originalgetreu aus Leinenstoff, sie sind damit sehr authentisch und nicht nur Faschingskostüme“, erläutert Ulrike Kersting. „Wir haben vom Kaufmann bis zum Mönch, Händler oder Leprakranken verschiedenes dabei“, sagt sie. Sogar kleine Hellebarden sowie Harnische im Miniformat gibt es, „die sind an unsere Jüterboger Stadtwache angelehnt“, so Katterwe.

Im Februar soll die neue Dauerausstellung eröffnet werden. Auch eine Broschüre zum Kindermuseum ist dann erhältlich und Schülergruppen können einen Projekttag im Kindermuseum buchen. „Für Kindergeburtstage ist das auch interessant. Es muss ja nicht immer der Besuch in einem Fastfoodrestaurant sein“, sagt Jens Katterwe, im Museum könnten Kinder und Familien viel über die Vergangenheit lernen.

Von Kathrin Burghardt

Teltow-Fläming Expertin Katrin Müller ist die Übungsleiterin - Reiter am Weinberg

Jeden zweiten Sonntag trainieren Reiter in Mietgendorf am Weinberg. Angeleitet werden sie von einer Expertin.

09.01.2014
Teltow-Fläming Tote Schafe und verschwundene Lämmer - Landesumweltamt prüft Wolfs-Attacke in Ihlow

In Ihlow sollen 15 Schafe von Wölfen gerissen worden sein. Jetzt prüft das Landesumweltamt die Umstände der Attacke. Die Halter der Schafe sollen entschädigt werden. Aber nur, wenn auch wirklich Wölfe die Tiere gerissen haben.

09.01.2014
Teltow-Fläming MAZ-Interview mit Sänger Stefan Krähe - „Six“ bewirbt sich beim Eurovision-Songcontest

In der Region kennt die Band "Six" fast jeder. Die Band um den Jüterboger Stefan Krähe träumt nun davon, am Eurovision Songcontest (ESC), Europas größten Musikwettbewerb, teilzunehmen. Die MAZ sprach mit ihm über diesen Traum und wie die Chancen stehen, ihn zu erfüllen.

08.01.2014