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Teltow-Fläming Aus dem Schatten ins Licht
Lokales Teltow-Fläming Aus dem Schatten ins Licht
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18:30 17.02.2013
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JÜTERBOG

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So etwa lautet zumindest die Erläuterung von Geiger Ludwig Heumann, der am Samstagabend im Jüterboger Kulturquartier die Gäste des Konzerts „Verbasstes“ einstimmte. „Das heutige Programm geht bei uns gut und gerne als Faschingsmusik durch“, sagte Heumann. Und wer könne nicht verstehen, wenn auch ein Kontrabassist, im Konzertsaal zumeist auf Hintergrundtöne beschränkt, einmal in jene musikalische Höhen anderer Rampenlicht-Instrumentalisten emporklimmen möchte.

Mit ihrem neuen Programm hat das Streichquartett „Camerata Instrumentale Berlin“ das gängige Oben und Unten musikalischer Baukunst vertauscht, bemühte Heumann die Architektur zum Vergleich. Welch enorme Anstrengung es für Geiger, Bratscher und Cellisten bedeute, den Kontrabass ins Obergeschoss zu hieven, war zwar nicht zu hören, ist aber nicht unerheblich.

Da sei er aber auf die abendliche Auswertung im Musiker-Hause Heumann gespannt, verriet Cellist Tobias Münch amüsiert, bevor endlich die Musik zu ihrem Recht kam. Schließlich sind der Geiger und die Kontrabassistin Simone Heumann auch ein Ehepaar.

Hätte es nicht Komponisten wie Giovanni Bottesini, der als Dirigent sein Publikum in den Konzertpausen mit virtuosen Kontrabass-Einlagen beeindruckte, oder Hanns Eisler – der hat angeblich gesagt: „Hör ich keinen Bass, ist mir alles andere scheißegal“ – gegeben, so gäbe es wohl noch heute kein einziges Solo-Stück für das tiefste Instrument in der Familie der abendländischen Streichinstrumente.

Simone Heumann gehört zu jenen Kontrabassisten, die sich auch angesichts spärlicher Literatur zu helfen wissen. In selbst arrangierten Kontrabass-Fassungen bekannter Kammermusikwerke brachte sie die Saiten ihres Instrumentes und die Seele des Publikums gleichermaßen zum Schwingen. Von herzzerreißend-sehnsuchtsvollen Melodien bis zum humorvoll-verspielten Ausflug in Saint-Saens „Karneval der Tiere“ reicht die Spannweite des musikalischen Schwergewichts von 22 Kilo.

Tobias Münch am Cello und Uwe Gaffrontke an der Bratsche erwiesen sich als würdiges Continuo und auch Geiger-Gatte Ludwig hat sich, dank überzeugenden Einsatzes, vor einem Schlafplatz in der Schrankwand gerettet. Wer nicht dabei war, hat was verbasst, äh, verpasst. (Von Uwe Klemens)

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