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Teltow-Fläming Ausgebüxte Bullen ruinieren Reinsdorfer Garten
Lokales Teltow-Fläming Ausgebüxte Bullen ruinieren Reinsdorfer Garten
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18:48 08.06.2016
Genofeva Boehm begutachtet die Schäden im Garten und auf der Terrasse, die die tierischen Pflanzenliebhaber hinterließen.. Quelle: Uwe Klemens
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Reinsdorf

Ein Trampelpfad im Garten an sich ist nicht Besonderes. Die Reinsdorferin Genofeva Boehm hat davon gleich Hunderte. In ihrem seit Jahrzehnten liebevoll und mühsam gehegten und gepflegtem Gartenparadies haben es sich drei Bullen aus Nachbars Garten eine Nacht lang gemütlich gemacht. Für die 86-Jährige ist es dafür nun mit der Gemütlichkeit erstmal vorbei.

Drei Sorgen plagen die pensionierte Ärztin. „Der Garten ist mein Ein und Alles, für das ich auf vieles verzichtet habe, um das Geld für die Pflanzen und die Zeit zu sparen, damit ich mich um den Garten kümmern kann. Vieles von dem, was die Bullen abgefressen oder zertrampelt haben, braucht Jahre oder Jahrzehnte, bis es wieder so schön wie vorher ist.“ Nur noch die Dornen an den Ästen verraten, wo bis vor wenigen Tagen Rosen standen. Pfirsich- und Süßkirchen, allerlei Beerensträucher und die Zirde des Blütenkaktus sind fort. Traurig hebt Genofeva Boehm den Rest einer exotischen Pflanze auf, die aus Mexico stammt und 15 Jahre für 30 Zentimeter Höhe gebraucht hat.

Die zweite Sorge der Reinsdorferin ist, dass sie sich allein kaum noch in den Garten traut. Die Hunderten Hufstapfen, die das Gelände überziehen, stellen für die betagte Frau eine zu große Sturzgefahr dar.

Dass der Nachbar ihrer Bitte nicht nachkommt, sich den Schaden anzusehen und möglichst rasch zu beseitigen, ist ihre dritte Sorge. „Die Polizei ist mit dem Hinweis , sie sei nicht zuständig, gar nicht erst gekommen. Der Mann vom Ordnungsamt hatte zwar keinen Fotoapparat dabei, aber hat sich alles angesehen. Das ist eine Woche her. Wie es jetzt weitergehen soll, sagt mir keiner“, so Genofeva Boehm mit sichtlicher Verzweiflung.

„Klären können wir diesen nachbarschaftlichen Streit nicht“, lautet die Auskunft von Ordnungsamtsmitarbeiter Manuel Wutschke, der sich vor Ort die Verwüstung angeschaut hat. Sobald Tiere mit ihm Spiel sind, ist die Einschaltung des Veterinäramtes Routine. „Es könnte ja sein, dass die Bullen wegen schlechter Haltungsbedingungen ausgebüxt sind. Für die Klärung des Nachbarschaftsstreits wäre das Schiedsgericht der Gemeinde wohl die schnellste und preiswerteste Lösung.“

Das sehen auch Ilona Driesner und Jürgen Reichard-Apel so, die im Niederen Fläming die Schiedsleute sind und überall dort versuchen zu vermitteln, wo der nachbarschaftliche Dialog zum Erliegen gekommen ist. „Beide Parteien werden nun von uns zu einem Gespräch in der Verwaltung, also auf neutralem Boden, eingeladen, wo wir gemeinsam versuchen, die Sache zu klären“, so Reichard-Apel.

Das dürfte auch im Sinne von Genofeva Boehms Nachbarn Lothar Erpel sein, von dessen Grundstück die drei Bullen kamen. Dass es seine Tiere waren, die sich im Nachbargarten gütlich getan haben und dabei nicht zimperlich waren, streitet er nicht ab. Selber sprechen will er mit der Geschädigten nicht und führt andere Zwistigkeiten an, die schon länger zurückliegen und für die beide Seiten verschiedene Versionen haben. „Den Schaden zu ersetzen, bin ich bereit, aber ich brauche eine genaue Auflistung. Ich selbst setze auf das Grundstück meiner Nachbarin keinen Fuß.“

Dafür hat er Besuch vom Veterinäramt bekommen. „Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wurden nicht festgestellt“, so Amtstierärztin Silke Neuling.

Von Uwe Klemens

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