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Teltow-Fläming Ausschuss lehnt Schwimmbad ab
Lokales Teltow-Fläming Ausschuss lehnt Schwimmbad ab
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05:25 15.09.2016
Das Rathaus von Blankenfelde-Mahlow Quelle: Zielke
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Blankenfelde-Mahlow

Weiterer Dämpfer für die Befürworter eines Schwimmbads in Blankenfelde-Mahlow: Der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) stimmte gegen den Vorschlag, im kommenden Jahr Planungskosten im Haushalt einzustellen.

Aus Sicht der CDU ist das Projekt Schwimmbad damit nicht vom Tisch. „Wir halten weiter daran fest“, sagt Andreas Buch, der Fraktionsvorsitzende. Er will nun die Gemeindevertretung von einem moderierten Workshop überzeugen. „Man sollte klären, was wir uns unter einem Schwimmbad vorstellen. Ich merke, dass in allen Fraktionen eine große Verunsicherung herrscht“, sagte Buch. Einen entsprechenden Antrag vom Februar 2015 möchte er deshalb reaktivieren. Buch erneuerte seine Kritik an der im Februar dieses Jahres vorgestellten Machbarkeitsstudie, die der Gemeinde deutlich vom Bau eines Schwimmbads abgeraten hat. Weil Kim Adam, die Autorin der Studie, auch für das Tropical Islands tätig sei, habe sie kein Interesse an einer Konkurrenz für das Tropenbad und das Ergebnis beeinflusst. Zudem habe sie Nachfragen von Gemeindevertretern zu der Studie nur unzureichend beantwortet. Recherchen hätten ergeben, dass die Autoren der Studie auch in anderen Gemeinden kritisiert wurden. „Frau Adam ist nicht unabhängig“, sagt Buch.

Gutachterin verteidigt

Nicht alle Ausschussmitglieder teilten diese Einschätzung. „Ich sehe keinen Grund, an der Kompetenz von Frau Adam zu zweifeln“, sagte Anke Scholz, „Wir sind hier nicht bei Wünsch dir was.“ Auch Katja Grassmann (SPD), die Ausschussvorsitzende, verteidigte die Untersuchung: „Die Studie hat den Markt und das Umfeld analysiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Schwimmbad für uns wirtschaftlich nicht vernünftig ist.“ Wiebke Knake (Grüne) hätte sich zwar ein Schwimmbad für Blankenfelde-Mahlow gewünscht – „aber nicht zu den dauerhaften hohen Kosten.“ Carola Evans (BVBB-WG) hielt ein Schwimmbad ebenfalls für „zu teuer und nicht machbar“. Thomas Mottner (FWR) konnte sich mit seiner Forderung nach einer weiteren Untersuchung nicht durchsetzen. „Es sind einfach zu viele Fragen offen geblieben“, sagte er. Daniel Freiherr von Lützow (AfD) sprach sich hingegen dafür aus, sich eine zweite Meinung einzuholen. „Beim Arzt macht man das schließlich auch“, sagte er.

CDU will Workshop

Aus Sicht der CDU sollte vor einer weiteren Studie zunächst klar sein, was die Gemeinde von einem Schwimmbad erwartet. „Dafür brauchen wir einen Workshop“, sagt Andreas Buch. Er würde sich wünschen, dass ein privater Investor der Gemeinde das Bad baut. So ließen sich die Folgekosten begrenzen. Zudem sei eine Schwimmhalle auch eine wichtige Kompensation für den Fluglärm und den damit verbundenen Verlust an Lebensqualität in Blankenfelde-Mahlow. „Wir leisten uns 3,4 Millionen Euro für freiwillige Leistungen. Da sollte ein Schwimmbad drin sein“, sagt Buch. Bestätigt fühlt er sich durch die Vorschläge zum Bürgerhaushalt, wo das Schwimmbad erneut weit oben steht.

Die Studie

Drei Varianten wurden untersucht:

Kleines Sportbad mit vier 25-Meter-Bahnen.

Erweitertes Sportbad mit fünf 25-Meter-Bahnen und Kinderbecken.

Sportbad mit fünf 25-Meter-Bahnen, Sauna und Bistro.

Je nach Variante müsste die Gemeinde zwischen 770 000 und 1,2 Millionen Euro jährlich zuschießen.

Von Christian Zielke

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