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Außer Bier läuft nichts

Luckenwalde Außer Bier läuft nichts

Für die Luckenwalder Turmklause fehlt noch immer die Baugenehmigung. Torsten Kutzner, Axel Schulz und Mathias Gaffke wollten die einstige Vorzeigegaststätte Ende dieses Jahres eröffnen. Doch das ist kaum zu schaffen.

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Die Fassade der Turmklause ist fertig. Die Baugenehmigung fehlt noch immer. Die Bauherren Mathias Gaffke, Axel Schulz und Torsten Kutzner (v.l.) halten an ihrem Konzept fest.

Quelle: Foto Hahn

Luckenwalde. Das Bier läuft. Aber das ist auch alles, was momentan läuft. Eigentlich wollten Tischlermeister Torsten Kutzner, Elektromeister Axel Schulz und Maschinenbauingenieur Mathias Gaffke die Turmklause in Luckenwalde Ende dieses Jahres wieder eröffnen. Selbst einheitliche T-Shirts haben sie schon drucken lassen. Doch daraus wird wohl nichts. Denn noch immer fehlt die Baugenehmigung.

Um den Luckenwaldern aber zu zeigen, dass sie nach wie an ihrem Projekt festhalten, die einst so beliebte HO-Gaststätte wieder zu neuem Leben zu erwecken, veranstalteten sie vor kurzem eine Baustellenparty. Eingeladen waren alle, die sich für das Konzept der drei Bauherren interessieren und schon mal das Bier probieren wollten. „Wir lassen helles und dunkles Bier in einer Privatbrauerei herstellen bis unsere eigene Brauerei fertig ist“, sagt der Luckenwalder Torsten Kutzner.

Ursprünglich war geplant, spätestens im April mit dem Innenausbau zu beginnen. Entstehen soll eine urige Gasthausbrauerei, in der es gute Essen gibt. Angedacht ist eine Art Schaubrauerei.

Die Fassade der Turmklause strahlt schon seit einigen Monaten in neuem Glanz und auch neue Fenster sind eingebaut. Dass war es dann aber auch schon. Die Idee, die Turmklause auf Vordermann zu bringen, entstand Ende 2015 als sie in Quedlinburg die dortige Brauerei besuchten. Sie stellten fest, dass so etwas in Luckenwalde fehlt. Auf der Suche nach einem geeigneten Objekt stießen sie auf die Turmklause. Die stand seit mehr als 20 Jahren leer. Dass es viel Arbeit sein würde, wussten die Männer von Anfang an. Doch sie waren voll motiviert und hatten alles gut geplant.

Warum die Baugenehmigung noch immer nicht erteilt wurde, können sie nicht nachvollziehen. „Wir warten sehnsüchtig darauf. Alle Auflagen sind erfüllt Wir haben die Unterlagen im Dezember vergangenen Jahres eingereicht“, so Kutzner. Alles was gemacht werden konnte, wurde getan.

Norbert Jurtzik, der Leiter der Unteren Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming, räumt ein, dass es anfangs gewisse Irritationen gegeben habe. „Der Bauherr war möglicherweise davon ausgegangen, dass die denkmalrechtliche Erlaubnis ausreichend sei. Tatsächlich ist aber wegen der Art des Vorhabens auch eine Baugenehmigung erforderlich“, erklärt Jurtzik. Das Verfahren ist seiner Ansicht nach inzwischen so weit fortgeschritten, dass nach Absprache mit allen Beteiligten eine Baugenehmigung in Aussicht gestellt werden kann.

„Es fehlen nur noch zwei Dinge: Einerseits der Bericht über die Prüfung des vom Antragsteller in Auftrag gegebenen Brandschutzkonzepts und andererseits die Eintragung einer Baulast auf einem Grundstück der Stadt Luckenwalde, um die Grundstückszufahrt von der Salzufler Allee her zu ermöglichen beziehungsweise dauerhaft zu sichern“, so der Amtsleiter. Sobald diese Dinge erledigt sind, kann die Baugenehmigung erteilt werden. „Das Brandschutzkonzept haben wir mit Hilfe eines Ingenieurbüros erstellen lassen. Das liegt bei der Feuerwehr. Auch beim Liegenschaftsamt der Stadt Luckenwalde haben wir alles ausgefüllt.“, fügt Kutzner hinzu. Dass es sich so lange hinziehen würde, damit hatten sie nicht gerechnet.

Von den Luckenwaldern erhielt das Trio bei ihrer Baustellenparty regen Zuspruch. Die Turmklause war so voll, dass es schwierig war einen Platz er ergattern. Auch Norbert Heyn ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich umzuschauen. „Ich bin der ehemalige Nachbar“, so Heyn, der sich sehr dafür interessierte , was die drei Freunde, die dem Ludwigsfelder Judoverein angehören, vorhaben.

Von Margrit Hahn

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