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Teltow-Fläming Ausstellung „Wildnis im Fokus“ eröffnet
Lokales Teltow-Fläming Ausstellung „Wildnis im Fokus“ eröffnet
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11:40 05.10.2016
Ike Noack zeigt seine Fotos im Kulturquartier. Quelle: Victoria Barnack
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Jüterbog

Einmal im Leben verbotenes Terrain betreten, die Kamera dabei haben und all das festhalten, was Normalsterbliche nicht sehen dürfen. Dieser Wunsch wurde einer Gruppe glücklicher und begabter Fotografen im vergangenen Jahr erfüllt – darunter war auch der Jüterbog Ike Noack. Was ihm vor die Linse kam, ist nun in einer Ausstellung im Kreuzgang des Kulturquartiers Mönchen-
kloster zu sehen.

Blick in die Ausstellung im Kulturquartier. Quelle: Victoria Barnack

In Jüterbog und Lieberose sind die 25 Fotografien entstanden. „Wir alle waren begeistert, ausgewählt worden zu sein“, erinnert sich Ike Noack. Aus 130 Bewerbern wurden er und sieben Kolleginnen und Kollegen von der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg ausgesucht. Die Gewinner des Wettbewerbes sollten nicht nur fotografisch, sondern auch thematisch überzeugen. Denn im Zuge der Bewerbung mussten sie schriftlich die Frage „Was ist Wildnis?“ beantworten. Für den Naturschutzhelfer und studierten Ökologen Ike Noack kein Problem. „Wildnis muss gar nicht weit weg sein“, erklärt er, „man kann ihr auch in kleinen Dinge begegnen.“

Ein einzelner Grashalm in der Wüstenlandschaft

Das belegte der Jüterboger in dem viertägigen Workshop mit seinen Fotografien. Eine davon wurde fürs Titelbild der Gruppen-Ausstellung ausgewählt. Auf ihr ist ein einzelner Grashalm in einer Wüstenlandschaft zu sehen. Sie entstand auf dem Jüterboger Truppenübungsplatz. „Dieses verbotene Gebiet betreten zu dürfen, war ein großes Glück für uns alle“, sagt Noack, „vielleicht haben wir nur einmal in unserem Leben die Chance, so nah zu erleben, wie Wildnis neu entsteht.“

Ike Noack selbst ist erst seit knapp acht Jahren begeisterter Amateurfotograf. Bei dem Workshop waren auch wesentlich erfahrenere Kollegen dabei. Einige wurden sogar von der für beeindruckende Fotos bekannten Zeitschrift National Geographic ausgesucht. Für Noack gab es deshalb während der vier Tage in Lieberose und Jüterbog viel zu lernen. „Ich habe beispielsweise gelernt, dass ich ohne Stativ am besten fotografieren kann“, sagt er. Das sperrige Hilfsmittel störe in der dicht bewachsenen Natur oft nur.

Wanderausstellung kommt an den Ort ihres Ursprungs

Vor knapp einem Jahr konnte Noack die Ergebnisse erstmals im Potsdamer Naturkundemuseum betrachten. „Teil einer Ausstellung in einem so großen Museum mit so viele Gästen sein zu dürfen, macht mich stolz“, erzählt er. Am Wochenende kam die Wanderausstellung quasi zurück an ihren Ursprung und ist für einen Monat im Jüterboger Mönchen-
kloster zu sehen.

„Dass die unscheinbare Heidelandschaft und ihre kleinen Pflänzchen jetzt so groß rauskommen, ist schon toll“, findet Noack. Er hofft aber auch, dass die Ausstellung mit den künstlerischen Naturfotos, die unter professioneller Anleitung entstanden sind, einen nachhaltigen Effekt auf die Besucher hat. „Vielleicht regen die Fotos ja einige Jüterboger an, einmal nachzulesen, was mit der Natur passiert“, erklärt er.

Landschaften mit heilender Kraft

Noack beschäftigt sich schon seit längerem mit den Landschaften, die seiner Meinung nach eine heilende Kraft auf Menschen haben können. Er möchte in Zukunft weiter künstlerisch und kreativ für den Naturschutz in der Region tätig sein und plant, mit einigen Kollegen einen Imagefilm über den Naturpark Nuthe-Nieplitz zu entwickeln.

Von Victoria Barnack

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