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Ausstellung gegen Rechts

Oberschule engagiert sich Ausstellung gegen Rechts

In der Dahlewitzer Herbert-Tschäpe-Oberschule ist noch bis zum 18. Dezember eine Ausstellung gegen Rechtsextremismus und für Demokratie zu sehen. Gestaltet hat sie die Friedrich-Ebert-Stiftung, Schüler führen die Besucher hindurch.

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-Florian Böhm, Vincent Rolle und Jeremy Gajer (v.l.) hatten sich auf das Thema „Vom Rand zur Mitte“ vorbereitet, bei dem es Versuche von Rechtsextremen geht, salonfähig zu werden.

Quelle: Gudrun Ott

Dahlewitz. Am Mittwoch eröffnete in der Herbert-Tschäpe-Oberschule in Dahlewitz die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“. Initiiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung setzten sich Schüler mit Stammtischparolen und dem Weltbild von Rechtsextremen ausein-ander. Auf 13 Tafeln werden Gefahren aufgezeigt, welche vom Rechtsextremismus ausgehen. Die Bedrohung für Demokratie und Menschenwürde wird als ein vielschichtiges Problem der Gesellschaft dargestellt und nicht als eines von gewaltbereiten Randgruppen.

Schüler führen durch die Ausstellung

Christiane Witt, Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte des Landkreises Teltow-Fläming, sagte in ihrer Begrüßungsrede, dass Demokratie eine Aufgabe und keine Selbstverständlichkeit ist. Sie müsse fortwährend neu gelernt und erarbeitet werden. „Mir ist wichtig, dass Schüler lernen Gefahren für die Demokratie zu erkennen“, sagte Schulleiterin Jenny Jeanette Fechner. Sie wies darauf hin, dass es die Schüler sind, die nicht nur am Eröffnungstag sondern auch künftig durch die Ausstellung führen.

Vorbereitet auf diese Aufgabe hat die 14- bis 17-Jährigen Ralf Dietrich von der RAA Brandenburg, einer unabhängigen Unterstützungsagentur für Bildung und gesellschaftliche Integration. „Diese Ausstellung ist politische Bildung“, erklärte Dietrich und lobte das Engagement der Schüler.

Unbekannte Welt der Stammtischparolen

Jade Orrin und Phyllis Buck (beide 14) hatten sich für eine Tafel entschieden, die sich mit Stammtischparolen auseinandersetzt. Das Wort „Stammtischparolen“ kannten sie vorher gar nicht.

Die Tafel, die Florian Böhm, Vincent Rolle und Jeremy Gajer den Gästen erläuterten, heißt „Vom Rand zur Mitte“. Mit allgemeingültigen Slogans wie zum Beispiel „Gesunde Ernährung statt Gen-Food“ oder die Kritik am TTIP-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA versuchen rechtsextreme Parteien und Organisationen salonfähig zu werden, Wähler zu gewinnen. Der 17 Jahre alte Florian erzählte von Gleichaltrigen. „Die haben eine rechtsex-treme Einstellung und es ist nicht einfach, ihnen mit vernünftigen Argumenten zu begegnen.“ Der Sozialpädagoge Lutz Dobrzykowski vom Dahlewitzer Jugendklub weiß: „Die Auseinandersetzung ist schon für die Kids wichtig. Sie kommen mit Parolen aus der Bildzeitung, bringen die Meinungen ihrer Eltern mit. Bei uns im Jugendklub ist die Tagespolitik immer ein Thema.“ Die Soziologin Beate Redeker vom Verein Flüchtlingshilfeverein „Hominum international“ ergänzte, die Ausstellung sei eine gute Vorbereitung für Schüler, für ihren offenen Blick auch auf ausländische Mitbürger. „Diese Ausstellung macht immer einen Sinn, egal zu welcher Zeit“, sagte Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos).

Info: Bis zum 18. Dezember kann die Ausstellung in der Aula der Oberschule besucht werden. Die Schulleiterin bittet um Anmeldung. Danach können andere weitere Schulen die Wanderausstellung anfragen.

Von Gudrun Ott

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