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Ausstellung über Rose Ausländer in der Kirche

Dennewitz Ausstellung über Rose Ausländer in der Kirche

Die Ausstellung „Dennoch Rosen“ über Rose Ausländer ist ab Sonnabend in der Kirche Dennewitz zu sehen. Sie zeigt das Leben der jüdischen Lyrikerin, die den Holocaust überlebte. Die Schau gehört zur Gedenkfeier zur Schlacht von Dennewitz, die am 6. September 1813 im Fläming tobte.

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Annegret Klemens, Kristin Tretschok und Ulrich Kueßner (v. r.) in der Ausstellung über Rose Ausländer in Dennewitz.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Dennewitz. Zur Tradition geworden ist es, dass im Rahmen der Festlichkeiten zum Gedenken an die Schlacht bei Dennewitz am 6. September 1813 eine thematische Ausstellung in dem Niedergörsdorfer Ortsteil gezeigt wird. Mitglieder von der Evangelischen Kirchengemeinde Dennewitz entschieden sich unter dem Anleitung von Kristine Tretschok aus Dennewitz diesmal für „Dennoch Rosen“. Gezeigt werden Werke der Lyrikerin Rose Ausländer und Einblicke in ihr so widersprüchliches wie rastloses Leben in Europa und den USA.

Kooperation mit Antikriegsmuseum

„Rose Ausländer war eine Frau, die kein Zuhause hatte und nirgendwo zur Ruhe kam“, erklärte Annegret Klemens von der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz in Berlin. Zusammen mit ihrem Mitarbeiter Ulrich Kueßner baute sie am Mittwoch die Ausstellung in der Dennewitzer Dorfkirche auf.

Als Rosalie Beatrice Scherzer wurde Rose Ausländer 1901 in Czernowitz, Hauptstadt der Bukowina, damals zu Österreich, heute zur Ukraine gehörend, geboren. Ab 1918 studierte sie Literatur und Philosophie. Mit Ignaz Ausländer wanderte sie 1921 in die USA aus. Beide heirateten sie 1923 in New York.

Rose Ausländer überlebte den Holocaust

Trotz mehrerer Partnerschaften behielt sie den Familiennamen Ausländer bei. Sie starb 1978 in Düsseldorf. Nomen est Omen: Sie fühlte sich Zeit ihres Lebens als Ausländerin, wohnte irgendwo, fand aber nie eine Heimat – so wird von ihr berichtet.

Sie war Jüdin. Den Holocaust überlebte sie mit ihrer Mutter in einem Versteck in Czernowitz. Später schrieb sie Gedichte und Bücher sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. 1990 erschien beim S. Fischer Verlag der achte Band ihrer gesammelten Werke.

An diesem Samstag wird um 17 Uhr die Ausstellung über Rose Ausländer und ihr Schaffen im Gotteshaus von Pfarrerin Susanne Hennrich eröffnet. Die musikalische Umrahmung wird der Organist Leonard Sandermann aus den Niederlanden übernehmen.

Von H.-Dieter Kunze

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