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Austausch der Konfessionen

Jüterbog Austausch der Konfessionen

Zum Auftakt der Ökumenewoche in Jüterbog kam der katholische Weihbischof Werner Weidner ins evangelische Gemeindezentrum Jüterbog. Dort wurde über Trennendes und Gemeinsames beider Konfessionen gesprochen.

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Die evangelische Jüterboger Pfarrerin Mechthild Falk im Gespräch mit dem katholischen Bischof Wolfgang Weidner.

Quelle: Helmut Balke

Jüterbog. Im Rahmen der Ökumenewoche in Jüterbog erläuterte der pensionierte Weihbischof Wolfgang Weider die katholische Einstellung zu den Sakramenten. Auch wenn es dabei erhebliche Unterschiede zwischen katholischer und evangelischer Kirche gibt – allein schon in der Anzahl dieser „heiligen Handlungen“ –, freute er sich über die Zusammenarbeit der beiden Kirchen: „Dass wir uns in den vergangenen 50 Jahren so näher gekommen sind ist schon toll.“

Wie gut die ökumenische Zusammenarbeit in Jüterbog funktioniert, sieht man an vielen Beispielen. Sei es in der Flüchtlingshilfe oder bei dem wöchentlichen Friedensgebet. Auch das konfessionsübergreifende Betreiben des Eine-Welt-Laden zeigt die gute Zusammenarbeit. Dieses Jahr findet auch zum ersten Mal eine gemeinsame Kinderbibelwoche der beiden christlichen Gemeinden statt.

„Die unterschiedlichen Auffassungen sind immer noch eine schwer zu überbrückende Kluft“, sagte der 1932 geborene Weider beim Besuch im evangelischen Gemeindezentrum am Dienstagabend, „dennoch ist es eine versöhnende Verschiedenheit, keine bleibende Verschiedenheit.“ Eine Annäherung sieht der frühere Bischoff etwa darin, dass in der katholischen Kirche eine Veränderung bei den Messen stattgefunden hat. „Früher hat der Priester die Messe gelesen, jetzt feiern wir die Messe zusammen mit den Gläubigen“, berichtete er. Gewachsene Hierarchien bestehen weiter, die Gläubigen rücken jedoch mehr in den Mittelpunkt.

Aus diesem Denken resultiert auch die stärker werdende ökumenische Bewegung. Der Bischof erläuterte dazu seine Einstellung: „Es muss keiner seine Ausrichtung durchsetzen. Wichtiger ist es, dass man nach dem Glauben lebt.“ Ähnlich erläuterte er auch den Grund der Einladung für den Abend zu folgen: „Ich bin hier, um zu erklären, wie die katholische Kirche manche Dinge sieht. Es geht mir nicht um Polemik.“

Dies gelang Weider, der 1982 zum Bischof geweiht wurde und seit 2009 im Ruhestand ist, auf ausführliche, zum Teil sehr humorvolle Art. So wunderte er sich selbst darüber, dass er für die Veranstaltung zugesagt habe. Fragen aus dem Publikum beantwortete er bereitwillig. So wurden viele Unklarheiten beseitigt.

Von Helmut Balke

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