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Austausch über die Arbeit mit Flüchtlingen

Zossen Austausch über die Arbeit mit Flüchtlingen

Fast ein halbes Jahr ist es her, seit in Wünsdorf die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge eröffnete. Am Dienstag machte sich Ursula Nonnemacher, Landtagsabgeordnete der Grünen, vor Ort ein Bild. In Zossen traf sie sich mit Jörg Wanke von der Flüchtlingshilfe.

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Zwei, die sich gut verstehen: Ursula Nonnemacher und Jörg Wanke.

Quelle: Christian Zielke

Zossen. Ursula Nonnemacher, Landtagsabgeordnete der Grünen, hat am Dienstag im Rahmen ihrer Sommertour Station in Zossen gemacht. Sie besichtigte auch die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Wünsdorf.

„Das macht alles einen ordentlichen Eindruck“, sagte sie nach ihrem dreistündigen Besuch. Sie habe das Gefühl bekommen, dass die Menschen dort eine gute Betreuung bekommen. Einen großen Teil zu dieser Situation tragen die sinkenden Flüchtlingszahlen bei. Derzeit ist die Einrichtung mit rund 250 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Iran, Tschetschenien und einigen afrikanischen Ländern nur gering ausgelastet. Ursprünglich sollten dort bis zu 1700 Menschen, die neu in Brandenburg ankommen, so lange leben, bis sie auf die Kommunen verteilt werden.

Regelmäßige Angebote

Die geringe Auslastung erleichtert auch den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern die Arbeit. „Man hat einfach mehr Zeit, sich um die Leute zu kümmern“, sagt Jörg Wanke von der Zossener Flüchtlingshilfe. Etwa 20 Menschen aus Zossen und Umgebung sind regelmäßig in der Einrichtung. Sie bieten Deutschkurse an, organisieren die Kleiderkammer reparieren Fahrräder, machen Handarbeit und verschönen den Alltag der Kinder, die fast die Hälfte aller Bewohner ausmachen. „Wir sehen uns als Ergänzung“, sagt Jörg Wanke. Als Ergänzung zu den Sozialarbeitern in der Erstaufnahmestelle, aber auch zu den Angeboten der Stadt Zossen im Wünsdorfer Bürgerhaus. Trotz aller Schwierigkeiten zieht Jörg Wanke ein positives Fazit nach einem halben Jahr Erstaufnahmeinrichtung in Wünsdorf. „Vor fünf Jahren hätte ich mir das in Zossen nicht vorstellen können“, sagt er. Von der damals noch sehr aktiven Neonazi-Szene sei heute kaum noch etwas zu sehen. Auch um die AfD, die mit Demonstrationen und Bürgerstammtischen versucht habe , Stimmung zu machen, sei es ruhig geworden.

Dass die Situation auf Dauer so bleibt, ist keinesfalls sicher. „Niemand weiß, wie sich die Flüchtlingssituation entwickelt“, sagt Ursula Nonnemacher. Derzeit kommen rund 500 Menschen im Monat nach Brandenburg. Angesichts der Situation in der Türkei und dem verstärkten Zustrom über das Mittelmeer könnten die Zahlen steigen. Dann wird es auch in Wünsdorf wieder voller.

Von Christian Zielke

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