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Teltow-Fläming Auszeichnung für 325 Blutspenden
Lokales Teltow-Fläming Auszeichnung für 325 Blutspenden
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11:40 14.10.2016
MAZ-Volontärin Luise Fröhlich bei der Untersuchung zur Blutspende bei Volker Krastel, Allgemeinmediziner aus Wildau. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Jüterbog

Für 325 Blutspenden ist Hartmut Jonas aus Sperenberg vor wenigen Tagen in Potsdam vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) ausgezeichnet worden. Den ersten Platz in der Liste der treuesten Spender aus der Region Dahmeland-Fläming wird dem 64-jährigen auf lange Zeit keiner streitig machen. Mit „nur“ 175 Spenden folgt ihm Rita Link aus Scharfenbrück in der Rangliste nach. Die meisten Spenden der geehrten Dahmeländer konnte Klaus-Dieter Körnicke aus Wildau vorweisen.

Rita Link aus Scharfenbrück (Mitte) wurde am 8.10.2016 für ihre 175. Spende ausgezeichnet - aktueller STand ist aber sogar 179 Quelle: DRK

Sie alle spenden seit Jahrzehnten regelmäßig Blut. „Die erste Spende war kostenlos, anschließend habe ich mir ein wenig das Studium finanziert, denn es gab 45 Mark für eine Spende“, gibt Jonas zu. Rund 100-mal hat er sich des Geldes wegen anzapfen lassen. Die Auszeichnung erhielt er jedoch allein für die „Rotkreuz“-Spenden, die heute mit einem kleinen Imbiss honoriert werden – und bei langjährigen Spendern mit einer festlichen Gala.

Hartmut Jonas (Mitte) aus Sperenberg hat bereits 325 mal Blut oder Plasma gespendet - so viel wie keiner in TF. mit einigen bezahlten Spenden aus der Jugend liegt er bei 436 Spenden. Quelle: DRK

Der IT-Fachmann, der als Referent im Landesumweltamt tätig ist, fährt alle zwei Wochen zum Blutspendedienst nach Potsdam und spendet dort Plasma. „Ich kann mir das zeitlich leisten, weil es auf dem Weg zur Arbeit liegt. Und ich tue es, weil Blut nicht synthetisch hergestellt werden kann“, begründet er seine Spendenbereitschaft. „Wessen Blut wird zudem so oft kontrolliert?“, sagt Jonas.

Rita Link spendet seit 1975

Rita Link spendet kein Plasma, sondern Vollblut. Das geht nur alle drei Monate, aber die frühere Grundschullehrerin achtet darauf, nie einen Termin beim DRK in Luckenwalde zu lange hinauszuzögern. „Ich wurde als junge Studentin wie alle Kommilitonen zu einer Spende gebeten und hatte das körperlich gut vertragen. Als Kind vom Dorf konnte ich auch Blut sehen“, sagte sie über ihre erste Spende. Mit regelmäßigen Spenden begann sie nach der Geburt ihres zweiten Sohns 1975. „Er kam mit schwerer Gelbsucht auf die Welt und wenn nicht das richtige Blut vorhanden gewesen wäre, hätte er nicht überlebt“, sagt Link. Von da an hat sie nie wieder für Geld gespendet. Auch ein weiteres Kind von ihr konnte viele Jahre später nach einem schweren Unfall durch Blutkonserven gerettet werden.

Hartmut Jonas dagegen nennt sich einen Sonderfall. „Ich war seit Jahrzehnten nicht im Krankenhaus und habe nie eine Blutspende gebraucht. Ärzte kenne ich nur durch den Blutspendedienst“, scherzt er. Ernst fügt er hinzu: „Wenn es mal nötig ist, hoffe ich natürlich, dass eine Blutkonserve bereitliegt.“

Von Peter Degener

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