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Teltow-Fläming Automatensprenger schlagen erneut zu
Lokales Teltow-Fläming Automatensprenger schlagen erneut zu
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20:47 27.02.2017
Während die Pferdestraße wieder durchfahren werden kann, bleibt die Deutsche Bank Filiale in Jüterbog für Kunden vorerst versperrt. Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

In der Nacht zu Montag ist in der Jüterboger Innenstadt ein Geldautomat gesprengt worden. Es ist der zweite derartige Falle dieses Jahres im Süden Brandenburgs. Nun war eine Filiale der Deutschen Bank betroffen. Da sich die Tat gegen 3 Uhr ereignete, war keiner der sechs Mitarbeiter in der Filiale. Es gab auch keine anderen Verletzten. Über die entwendete Geldmenge gaben die Deutsche Bank sowie die Polizei keine Auskunft. Auch zur Höhe des Schadens werden keine konkreten Zahlen genannt.

Geborstene Scheibe der Jüterboger Bank-Filiale. Quelle: Julian Stähle

Die Tat ereignete sich mitten in der Nacht. Um 3.10 Uhr informierte ein Zeuge die Polizei darüber, mehrere Männer in der Bank gesehen zu haben. Kurze Zeit später flüchteten die Unbekannten vom Tatort. Eine Fahndung mit Polizeihubschrauber wurde sofort eingeleitet. Diese blieb allerdings erfolglos. Am Montagvormittag waren die Filiale und der Straßenbereich davor abgesperrt. Autofahrer und Fußgänger wurden umgeleitet. Gegen Mittag wurde die Sperrung der Straße wieder aufgehoben. Darüber hinaus wurden auch die Fahndungsmaßnahmen ab Mittag eingestellt. Die Kontrollen an Zu- und Ausfahrtsstraßen ergaben ebenfalls keine weiteren Erkenntnisse.

Mario Heinemann vom Polizeipräsidium Brandenburg sagte am Montagmorgen zur Kraft der Explosion: „Eine Glasscheibe ist herausgeflogen. Nach erstem Eindruck wurde die Statik des Hauses nicht in Mitleidenschaft gezogen.“ Ob dennoch eine Gefahr für die Bewohner besteht, wird noch geprüft.

Der Bereich um die Bank war abgesperrt. Quelle: Uwe Klemens

Unklar ist, inwieweit Filiale und Automaten gesichert waren. Von der Deutschen Bank heißt es dazu: „Die Deutsche Bank legt auf das Thema Sicherheitsvorkehrungen ein großes Augenmerk. Wir bitten um Verständnis, dass wir zu konkreten Sicherheitsvorkehrungen generell keine Angaben machen.“ Zudem sagte ein Mitarbeiter der Pressestelle, dass man die Filiale sobald wie möglich wieder öffnen wolle. Der genaue Zeitpunkt dafür sei jedoch noch nicht klar. Bis dahin, so die Deutsche Bank weiter, können die betroffenen Kunden die Geldautomaten der zur Cash Group gehörenden Banken für gebührenfreie Abhebungen nutzen.

Polizei bildet „Soko Fläming“

Die eigens eingerichtete „Soko Fläming“ befasst sich nun um die Klärung des Falls und untersucht die Zusammenhänge zu vergleichbaren Taten in Brandenburg. Die Sonderkommission wurde im Oktober 2016 aufgrund der verstärkten Automaten-Sprengungen in der Region gegründet. Während es im Jahr 2015 landesweit neun vergleichbare Explosionen gab, waren es im vergangenen Jahr 28 Sprengungen. Besonders im südlichen Teil des Landes kommt es immer häufiger zu sich ähnelnden Taten. Erst vergangene Woche haben Unbekannte in Falkenberg gleich zwei Automaten gesprengt – ebenfalls gegen 3 Uhr.

Die Täter gehen dabei immer nach dem selben Prinzip vor: Sie leiten Gas in die Automaten und bringen sie damit zur Explosion. Auffällig auch: Es sind immer mehrere Täter, die nach der Tat in einem Auto flüchten. Mario Heinemann sagt: „Wir haben mehrere hochgefährliche Tätergruppen in der Region.“

Von Isabelle Richter

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