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Azubis auf der Traumatologie

Gesundheit Azubis auf der Traumatologie

Kurz vor ihrem Examen lernen angehenden Krankenpfleger auf der traumatalogischen Station im Luckenwalder Krankenhaus die Praxis kennen. Krankenhausleitung, Schwestern und Patienten sind zufrieden.

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Schüler, Schwestern und Ausbilder auf der Traumatologie.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. 18 angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger, die kurz vor dem Examen stehen, haben drei Wochen in der Traumatologie des Luckenwalder Krankenhauses gearbeitet. „Das die gesamte Klasse als Team auf einer Station arbeitet, das gab es bisher noch nie. Es war ein Pilotprojekt“, sagt Aileen Wernicke, Lehrerin an der Schule für Gesundheitsberufe in Luckenwalde.

Bei der Krankenhausleitung stieß sie mit ihrer Idee sofort auf offene Ohren. Und schnell war auch eine passende Station gefunden. „Auf der Traumatologie gibt es drei ausgebildete Praxisanleiter. Das war der Hauptgrund, uns für diese Station zu entscheiden“, erklärt Wernicke, „aber auch sonst stimmten die Rahmenbedingungen.“

Die Schüler im Alter von 18 bis 35 Jahren übernahmen in den vergangenen drei Wochen im Drei-Schicht-System die pflegerische Tätigkeiten. Dazu gehörte auch, dass sie die Dienstpläne erstellen und sich einigten, wer die Stationsleitung übernimmt.

Zudem wurde das Projekt von der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit im Krankenhaus vorgestellt. An die Mitarbeiter der Station und an die Patienten verteilten sie Fragebögen, um die Arbeit einzuschätzen. Die Auswertung ergab, dass die Patienten sehr zufrieden waren mit der Arbeit der „K 13“. Auch die Ärzte und Schwestern der Traumatologie äußerten sich positiv. Sie hatten den Schüler Freiräume gelassen Neues auszuprobieren, wobei sie meist wieder auf Bewährtes zurückgriffen.

„Ich wusste, dass es nicht einfach, sondern manchmal auch stressig sein würde“, sagt Jacqueline Broddack, die wegen der Ausbildung von Golßen nach Luckenwalde gezogen ist. „Anfangs musste ich mich erst einmal an die vielen neuen Dinge gewöhnen, aber mit der Zeit lief es immer besser und koordinierter“, fügt sie hinzu. Auch Annekathrin Fischer bewertet die vergangenen drei Wochen durchaus positiv. „Wir hatten im Unterricht einen Plan gemacht, der allerdings nicht immer aufging“, stellt sie fest, „dafür haben wir mehr Sicherheit in den Arbeitsabläufen bekommen.“

Für Stationsschwester Cornelia Anderssohn war es eine völlig neue Erfahrung. „Ich hatte im Fernsehen schon einmal einen Bericht darüber gesehen, dass die Schüler die komplette Pflege übernehmen und wir von der Station als Beobachter und Berater zur Seite stehen sollen. Die Kontrollfunktion zu übernehmen war anstrengend aber eine schöne Erfahrung“, sagt die Stationsschwester.

Inzwischen haben acht Schüler der Klasse einen Arbeitsvertrag mit dem DRK-Krankenhaus Luckenwalde erhalten – unter der Voraussetzung, dass sie die Prüfung bestehen. „Dass wir so viele Schüler übernehmen, gab es noch nie. Es ist eine sehr leistungsstarke Klasse“, sagt Verwaltungsleiter Enrico Ukrow.

Von Margrit Hahn

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