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B101-Ausbau in Richtung Holzdorf gefordert

Bundeswehr-Standort B101-Ausbau in Richtung Holzdorf gefordert

Der neue Standortälteste und Kommandeur am Fliegerhorst Holzdorf hält einen südlichen Ausbau der B101 für erforderlich. Denn von den bald mehr als 2000 Soldaten und Zivilbeschäftigten pendelt mindestens jeder Vierte aus Berlin oder Teltow-Fläming zum größten Luftwaffenstandort Ostdeutschlands.

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Werkstattchef Hans-Jürgen Wichmann (3. v. l.) und Oberst Mario Herzer (l.) führen die CDU-Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum (2. v. l.) und Rainer Genilke durch die Ausbildungswerkstatt in Holzdorf.

Quelle: Frank Neßler

Holzdorf. Die Zahl der am Fliegerhorst Holzdorf/Schönewalde an der Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt beschäftigen Soldaten und Zivilbeschäftigte soll in absehbarer Zeit von derzeit fast 1800 auf 2150 steigen. 200 davon noch in diesem Jahr, kündigte der Standortälteste, Oberst Mario Herzer, bei einem Besuch der CDU-Landtagsabgeordneten Danny Eichelbaum und Rainer Genilke an.

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für Pendler

Mehr als 1000 Beschäftigte am Fliegerhorst sind Pendler. Das ergab eine Mitarbeiterbefragung. Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur liegt Oberst Herzer deshalb besonders am Herzen. Rund 40 Prozent der Mitarbeiter pendelt über die B187 – darunter der Kommandeur selbst, der in Zerbst wohnt. Ein weiteres Viertel der Beschäftigten kommt über die B101 aus Richtung Berlin, Luckenwalde und Jüterbog zum Fliegerhorst. Diese Strecke wurde in den zurückliegenden Jahren ausgebaut.

Oberst Mario Herzer ist Standortältester von Holzdorf/Schönewalde

Oberst Mario Herzer ist Standortältester von Holzdorf/Schönewalde.

Quelle: Frank Neßler

Der neue Kommandeur

Mario Herzer ist seit März Oberst. Er übernahm zu Jahresbeginn das Kommando über den Einsatzführungsbereich 3 und ist Standortältester.

Geboren wurde Herzer 1966 in Weimar. Er ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau in Zerbst.

Seine militärische Laufbahn begann Herzer 1985 in der Nationalen Volksarmee der DDR. Er absolvierte dort eine Ausbildung zum Jägerleitoffizier.

In der Bundeswehr diente Herzer als Radarleitoffizier an verschiedenen Standorten – von 1994 bis 2001 sowie von 2011 bis 2014 bereits in Holzdorf. Zuletzt war er beim Einsatzführungskommando in Schwielowsee.

Allerdings, so Herzer, sollte über einen weiteren Ausbau bis nach Schönewalde oder Herzberg nachgedacht werden. Diesbezüglich versprachen Eichelbaum und Genilke, die im Infrastruktur-Ausschuss des Brandenburger Landtages mitarbeiten, Unterstützung.

„Wir sind ein großer Pendlerstandort in zentraler Randlage“, sagte Herzer. Als Wirtschaftsfaktor sollte die Bundeswehr keineswegs unterschätzt werden. Im Zeitraum zwischen 1990 und 2014 wurden dort 250 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Bis 2018 sollen weitere 32 Millionen verbaut werden, wovon insbesondere Unternehmen aus der Region profitieren sollen.

Einsatzführungsbereich 3 mit Luftraumüberwachung

Stationiert ist im Fliegerhorst/Schönewalde unter anderem der Einsatzführungsbereich 3 der deutschen Luftwaffe. Der Verband gewährleistet mit seinen stationären Radargeräten von Schönewalde aus rund um die Uhr die Luftsicherung über halb Deutschland sowohl für den militärischen als auch, wenn benötigt, für den zivilen Bereich. Außerdem sind in Holzdorf verlegefähige Einsatzmodule für den weltweiten Einsatz zur taktischen Führung von Luftoperationen und zur Luftraumüberwachung untergebracht.

Hubschraubergeschwader, Sanitäter, Feuerwehr und Dienstleister

Die ebenfalls im Fliegerhorst stationierte Lufttransportgruppe des Hubschraubergeschwaders 64 stellte 2015 auf das modernisierte Modell CH 53 GA (German Advanced) um. Die 150 Beschäftigten am Standort leisteten im Vorjahr einen Beitrag zur Truppenversorgung für 14 Dienststellen und bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr.

CH 53 – hier als Ausführung GS – bei einer Übung in der Oberlausitz

CH 53 – hier als Ausführung GS – bei einer Übung in der Oberlausitz.

Quelle: dpa

Weiterhin gehören das Sanitätsversorgungszentrum, die Zentralfeuerwache und das Bundeswehr Dienstleistungszentrum Doberlug-Kirchhain zum Standort.

Von Frank Neßler

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