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B115 wird mit neuer Methode saniert

Baruth B115 wird mit neuer Methode saniert

Die B115 ist derzeit zwischen Baruth und Merzdorf gesperrt, um einen neuen Asphalt aufzubringen. Dabei kommt ein modernes Verfahren zum Einsatz, bei dem Unterbau und Oberfläche in einem Zug verbaut werden und nicht mehr in zwei zeitlich getrennten Verfahren. Das spart Zeit, kostet aber auch mehr.

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Auf sieben Meter Breite werden die Trag- und die Deckschicht der B115 gleichzeitig aufgebracht.

Quelle: H.-Dieter Kunze

Baruth. Ein top-modernes Straßensanierungsverfahren wird im Zuge der B115 im Raum Petkus, Merzdorf und Baruth angewendet: Tragschicht und Decke werden in einem Zug auf der gesamten Fahrbahnbreite von sieben Meter aufgebracht. Kompaktasphalt-Verfahren heißt das im Fachjargon der Straßenbauer.

Üblicherweise wird zunächst die Tragschicht verlegt. Nach deren Aushärtung und Abkühlung kommt erst ein Heißbinder und dann die Fahrbahndecke aus feinkörnigem Asphalt darauf. Die jetzt angewendete Technologie ist zumindest für die hiesige Region neu – in anderen Gegenden ist sie seit Jahren üblich.

Baumaschinen aneinander gekoppelt

Allerdings ist dafür Spezialtechnik erforderlich. Zwei Fertiger aneinander gekoppelt im Komplex, die Befüllung der Vorratsbehälter mit mindestens 200 Grad warmen Mischungen erfolgt getrennt. Auf beiden Maschinen sitzt je ein Maschinist, die sich über Headset miteinander verständigen. Ein Mitarbeiter eines Ingenieurbüros beobachtet akribisch die Einhaltung der technischen Parameter.

Die Baumaschinen sind aneinander gekoppelt

Die Baumaschinen sind aneinander gekoppelt.

Quelle: H.-Dieter Kunze

„Die Vorteile des Kompaktasphalt-Verfahrens liegen klar auf der Hand, Trag- und Deckschicht werden sehr schnell und in hoher Qualität miteinander verbunden“, erläutert Guido Güthling, Bauverantwortlicher beim Landesbetrieb Straßenwesen. Dafür sind mehr Fachkräfte im Einsatz, die Spezialtechnik ist teuer und dementsprechend preisintensiver schlägt die Kompaktasphalt-Fertigung zu Buche. Ein deutlicher Vorteil ist aber das hohe Tempo, das vorgelegt wird. Bis zu 1,5 Kilometer und einer Breite von sieben Meter sind am Tag möglich. Die Fertiger verdichten die Schichten bereits bis zu 97 Prozent – 100 Prozent sind es nach dem Einsatz von sogenannten Oszillationswalzen, von denen vier auf der B115 im Einsatz sind.

Hintergrund

Die Straßenmeisterei schließt mit der B115 den Reigen umfangreicher Bauarbeiten zwischen Jüterbog, Luckenwalde und Zossen für dieses Jahr ab.

Erledigt werden noch kleinere Reparaturen, eine Komplexrasenmahd der Fahrbahnränder und das Verschneiden von Bäumen.

Weiterhin soll jeder Baum an Bundes- und Landesstraßen markiert und registriert werden.

Die Baukolonne, insgesamt fünf Mitarbeiter, ist aus Alzeym in Rheinhessen angerückt. „Die Anwendung der neuen Technik ist in Südwest-Deutschland seit Jahren üblich, aber nicht ausschließlich“, sagen Maschinist Steffen Klein und Fertiger-Fahrer Michael Wenz. In den neuen Bundesländern sei sie im Kommen, die Alzeymer waren in diesem beispielsweise im Raum Suhl und Schwarzheide im Einsatz.

Der erste Bauabschnitt auf der B115 ist asphalttechnisch abgeschlossen. Die Unternehmen Faber und Oevermann von der Niederlassung Trebbin übernehmen jetzt die „Restarbeiten“, sprich Bankette, Begrenzungsbaken und Fahrbahnmarkierung. Am 22. September beginnt der zweite Abschnitt zwischen dem fertigen Bereich und dem Abzweig nach Paplitz.

Von H.-Dieter Kunze

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