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Teltow-Fläming B96 wird für vier Wochen gesperrt
Lokales Teltow-Fläming B96 wird für vier Wochen gesperrt
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14:28 08.10.2017
Quelle: Christian Zielke
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Neuhof

Autofahrer zwischen Wünsdorf und Baruth erwartet in den kommenden vier Wochen eine große Umleitung: Wegen der Bauarbeiten an der neuen Brücke über die Dresdner Bahn in Neuhof wird die B96 am bisherigen Bahnübergang von Montag an bis zum 30. Oktober gesperrt. Dort werden sowohl die Bundesstraße wie die Ortsstraßen an die neue Brücke angeschlossen.

Die Umleitung führt in dieser Zeit über Landesstraßen von Wünsdorf aus über Klausdorf, Sperenberg, Kummersdorf-Gut und Horstwalde nach Baruth. Für Fußgänger bleibt der Baustellenbereich passierbar, teilte die Stadt Zossen jetzt mit. Neben der Brücke entsteht in Neuhof auch ein neuer Bahnhaltepunkt. Auch er soll Anfang November fertig sein, wird allerdings erst in Betrieb genommen, wenn im Dezember die gesamte Strecke wieder freigegeben wird.

Teil des Ausbaus der Dresdner Bahn

Der Brückenneubau ist Teil des Ausbaus der Dresdner Bahn, der die Fahrzeit zwischen Berlin und Dresden auf 80 Minuten verkürzen soll. Deswegen ist seit August vergangenen Jahres die gesamte Bahnstrecke zwischen Wünsdorf und Hohenleipisch gesperrt. Auf insgesamt 80 Kilometern werden dort Schienen, Oberleitungen und Stellwerke erneuert, um auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung den ICs und ICEs ab Berlin künftig Geschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer in der Stunde zu ermöglichen. Dafür werden auch alle 18 vorhandenen Bahnübergänge beseitigt und durch Brücken oder Tunnel ersetzt.

Zudem lässt die Bahn die Bahnhöfe auf dieser Strecke erneuern, darunter sind auch die Stationen in Neuhof und Baruth. Der Bauplatz in Neuhof galt von Anfang an als schwieriges Gelände, trotzdem scheint dort der Zeitplan bisher eingehalten werden zu können.

Ausbau der gesamten Strecke dauert bis Mitte der 2020er Jahre

Allerdings bleibt die Bahnstrecke auch nach der Freigabe des Teilstücks von Wünsdorf bis Hohenleipisch ein Flickenteppich. Weitere wichtige Teile sind noch nicht ausgebaut. Erst Ende Juni hatte das Bundesverwaltungsgericht Klagen aus Berlin-Lichtenrade gegen die oberirdische Trassenführung in diesem Berliner Ortsteil zurückgewiesen. Damit kann in diesem Teilstück nun endlich gebaut werden. Eine Bürgerinitiative hatte gefordert, diesen Streckenabschnitt in einen Tunnel zu verlegen.

Kurz zuvor, Ende Mai, hatte das Eisenbahnbundesamt wie berichtet den Planfeststellungsbeschluss für den Ausbauabschnitt in Marienfelde bis zur Berliner Landesgrenze erlassen. In Kürze sollen die Unterlagen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt zwischen der Landesgrenze und Blankenfelde ausgelegt werden. Die Bahn hofft, das Verfahren 2018 abzuschließen. Die Strecke bis zum Berliner Außenring ist nicht nur für den Fernverkehr wichtig, über sie wird künftig auch der Airport-Shuttle zum BER rollen. Es bleibt allerdings bei nur einem Gleis für die S-Bahn, nach Bahn-Angaben würde das aber eine mögliche Verlängerung der Strecke nach Rangsdorf nicht beeinträchtigen.

Der Bau der gesamten Strecke bis Dresden wird sich bis Mitte der 2020er Jahre hinziehen. Als problematisch gilt in der Region vor allem der Bereich zwischen Zossen und Wünsdorf, weil die Gleise dort über ein schwieriges Gelände verlegt werden müssen.

Von Carsten Schäfer

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