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Teltow-Fläming BER-Umfeld: Studie geht von 500 000 zusätzlichen Fahrzeugen aus
Lokales Teltow-Fläming BER-Umfeld: Studie geht von 500 000 zusätzlichen Fahrzeugen aus
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01:16 21.01.2019
Die A10, die A13 und die A113 und die A100 (hier im Bild) sind schon heute stark belastet. In den nächsten Jahren erhöht sich die Staugefahr noch deutlich. Quelle: Bildagentur-online
Dahmeland-Fläming

Eine halbe Million Autos mehr auf den Straßen als heute. Eine weitere halbe Million mehr Menschen in Bus und Bahn – und das täglich. Darauf müssen sich das Land Brandenburg und besonders die Region rund um den Schönefelder Flughafen BER bis spätestens 2040 einstellen. Zumindest, wenn man der neuen Verkehrsstudie der IHK glauben schenken darf.

Ein Dreiviertel Jahr haben die beiden Planungsbüros Spreeplan aus Berlin und PST aus Werder die Verkehrsflüsse rund um den Flughafen, die Wachstumspotenziale der Region und die Angebote der Öffentlichen Verkehrsmittel untersucht. Auftraggeber war die Industrie- und Handelskammer Cottbus die Studie, die die Ergebnisse am kommenden Mittwoch offiziell vorstellen wird.

135 000 neue Arbeitsplätze erwartet

In einem Ausschuss des Landkreises in Königs Wusterhausen haben die Planer aber schon einen kleinen Einblick in die Ergebnisse gewährt – und das, was sie präsentierten, lässt einiges erwarten.

Die vorliegenden Daten belegen laut Verkehrsplaner Bertram Teschner, dass schon das aktuelle Verkehrsvolumen verstärkte Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung verlangt. Die Autobahnen seien voll, der Verkehr werde in den kommenden Jahren aber noch deutlich zunehmen.

– Zum einen, weil die Region wächst.

– Zum zweiten, weil aufgrund des Flughafenbetriebs und der sich rund um den Flughafen ansiedelnden Unternehmen etwa 135 000 neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2040 zu erwarten sind. Diesen Schluss lassen die Gewerbeflächen zu, die bereits jetzt beplant sind, so Teschner.

– Und zum Dritten, weil mit der Eröffnung des BER die Passagierzahlen in die Höhe schnellen werden. Aktuell geht man von 55 Millionen Fluggästen im Jahr 2040 aus. Das wäre mehr als das Vierfache der Passagiere, die aktuell in Schönefeld abgefertigt werden. Und die Zahl ist im Vergleich zur Entwicklung der letzten Jahren konservativ gerechnet.

Hälfte der Beschäftigten fährt Auto

„Rund zwei Drittel der Passagiere werden öffentliche Verkehrsmittel nutzen“, sagt Teschner. Die Hälfte der Beschäftigten werde dagegen mit dem Auto anreisen. Das alles stelle die Infrastruktur vor Herausforderungen, denen sie aktuell nicht gewachsen wäre, so die Schlussfolgerung.

Die Verkehrsplaner haben auch konkrete Vorschläge erarbeitet, mit denen sich das schlimmste Verkehrschaos vermeiden lassen könnte. Diese sollen am am Mittwoch ausführlich vorgestellt werden.

IHK macht Druck auf Land

Die IHK setzt mit Ihrer Studie das Land Brandenburg unter Druck. In Potsdam hatte man lange auf dem Standpunkt verharrt, die Straßen rings um den BER seien ausreichend. 2017 erklärte Ministerpräsident Dietmar Woidke noch in einem MAZ-Interview, die Infrastruktur sei besser als die am Flughafen Tegel. Umfangreiche Straßenneubauten werde es deshalb in und um Schönefeld nicht geben.

In Potsdam scheint man die Dynamik allerdings auch anders wahrzunehmen, als in der Flughafenregion. Dafür sprechen die nach wie vor zurückhaltenden Einwohnerschätzungen für Schönefeld. Dafür sprechen aber auch die aktuellen Reaktionen auf die IHK-Studie, die vor wenigen Tagen in einer internen Runde im Infrastrukturministerium vorgestellt wurde. „Dort war man überrascht, man ging von deutlich niedrigeren Zahlen aus“, sagt IHK-Bereichsleiter Verkehr, Jens Krause.

Von Oliver Fischer

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