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Teltow-Fläming Bändiger der Fläming-Flut
Lokales Teltow-Fläming Bändiger der Fläming-Flut
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00:32 26.10.2015
Das Betonfundament für die kastenförmigen Betonelemente des Durchlasses wurde kürzlich gegossen. Quelle: H.-Dieter Kunze
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Seehausen

Wasser bahnt sich immer seinen Weg. Das ist besonders im hügeligen Fläming bei Starkregen oder abfließendem Schmelzwasser im Frühjahr gut zu beobachten. Eine der neuralgischen Stellen in Sachen Flut ist dabei die Landesstraße 82 in Seehausen in Richtung Gölsdorf. An der tiefsten Stelle fließt das Hochwasser mit mehr oder minder großer Strömungsgeschwindigkeit über die Fahrbahn.

Das soll sich bald ändern, denn der Landesbetrieb Straßenwesen als Baulastträger hat für diese Stelle den Bau eines Durchlassbauwerkes in Auftrag gegeben. Die Arbeiten daran haben vor Kurzem begonnen. „Mit rund 230 000 Euro ist das Vorhaben veranschlagt“, berichtet Guido Güthling, Leiter der Straßenmeisterei in Luckenwalde. Er leitet das Projekt auch fachlich. Der Landesbetrieb ist in großem Maße für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf seinem Straßennetz zuständig. Doch der Zustand an dieser Stelle in Seehausen ist des Öfteren unhaltbar geworden. Dort gibt es zwar einen Durchlass. Aber der ist versandet und war ohnehin unterdimensioniert.

So erfolgt an gleicher Stelle nun ein Neubau. Dieser bekommt einen wesentlich größeren Querschnitt, so dass die Wassermassen kanalisiert werden. Dazu musste die gesamte Deckschicht einschließlich der Asphaltfahrbahn aufgenommen und gleichzeitig eine Umgehungsstrecke errichtet werden. Der Verkehr wird während der Bauphase einspurig und mit Ampelregelung über eine provisorische, aber befestigte Fahrbahn an der Baustelle vorbeigeleitet. Nach Freigabe des Durchlasses wird sie wieder zurückgebaut.

Baustellen

Die L82 in Seehausen ist nicht die einzige Schwachstelle in der Region.


Auf der B115 zwischen Baruth und Merzdorf gibt es ähnliche Probleme. Die Planungen dafür laufen bereits.

Weitere Baustellen im Niederen Fläming: L71 in Schönwalde sowie B102 in Dahme und in Jüterbog.

Kürzlich wurde das Fundament aus Stahlbeton gegossen. Nach Aushärtung werden darauf fünf kastenförmige Betonelemente gesetzt – jedes davon ist 17 Tonnen schwer. Anschließend erfolgt das Aufziehen einer neuen Fahrbahndecke mit seitlicher Bewehrung und Geländer.

Bei den Bauarbeiten kam altes Gemäuer zum Vorschein. Ursprünglich befand sich dort eine Brücke. Die genügte zwar der Belastung durch Pferdefuhrwerke, nicht aber später folgenden Lkw- oder gar schweren Militärtransportern. So musste die baufällige Brücke einem Durchlass weichen. „Wir haben das neue Bauwerk bewusst an gleicher Stelle wieder errichtet. Denn auf die Baukünste und das Technikgespür unserer Altvorderen kann man sich schon verlassen“, sagt Guido Güthling lachend. Ende November – je nach Witterungslage – soll der Durchlass fertig sein und die Straße wird wieder freigegeben.

Von H.-Dieter Kunze

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