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Bahn bewegt sich – aber nicht ohne Probleme

Pläne für Strecke Berlin-Dresden Bahn bewegt sich – aber nicht ohne Probleme

Ernüchterung machte sich vor einem Jahr breit, als die Deutsche Bahn die Pläne zum Ausbau der Strecke von Berlin nach Dresden vorstellte. Die fünf Tunnel in Blankenfelde-Mahlow hatten eine komplizierte Verkehrsführung oder waren oft nicht normgerecht. Seitdem hat sich die Bahn auf die Gemeinde zubewegt, nur beim Schallschutz könnte es Probleme geben.

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Die Karl-Marx-Straße in Blankenfelde bekommt einen Tunnel unter der neuen Dresdener Bahn.

Quelle: Entwurf: Deutsche Bahn

Blankenfelde-Mahlow. Hartnäckig zu bleiben, lohnt sich – erst recht, wenn man es mit Verhandlungspartner wie der Deutschen Bahn zu tun hat. Mit Spannung war erwartet worden, wie das Staatsunternehmen mit den vor einem Jahr geäußerten Forderungen der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow zum geplanten Ausbau der Dresdner Bahn umgeht. Das Ergebnis, vorgetragen auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, überraschte positiv.

Fast bei allen Tunneln, die unter der künftigen Fernbahnstrecke entstehen sollen, ging die Bahn auf die Vorschläge der Gemeinde ein. „Wir wollen tragfähige Lösungen“, sagte Holger Ludewig, der zuständige Projektleiter der Deutschen Bahn. Beim Übergang an der Ziethener Straße will die Bahn einen 2,50 Meter schmalen Geh- und Radweg bauen, die Gemeinde fordert 4,50 Meter – hat allerdings kürzlich einen Bebauungsplan für eine Straße auf dem derzeitigen Feld abgelehnt. Ob dort Wohnungen oder Gewerbeflächen entstehen ist – auch wegen der Flugrouten – ungewiss.

Deutlich klarer ist die Lösung für die Berliner Straße in Mahlow. Das Nadelöhr soll einen einseitigen Geh- und Radweg auf der Südseite bekommen, die Bahngleise werden um 50 Zentimeter angehoben. Die Autowerkstatt Marquardt bekommt eine eigene Zufahrt hinter dem Umspannwerk mit Brücke parallel zur Bahn. Die wohl bedeutendste Neuerung betrifft den Übergang Trebbiner Straße. Weil die Gemeinde mit der geplanten Geh- und Radweg-Führung nicht einverstanden war, sollte der Tunnel geradeaus geführt werden, was den Abriss der alten Eisenbahnerhäuser bedeutet hätte. Als Kompromiss schlägt die Bahn nun vor, motorisierten und nichtmotorisierten Verkehr zu trennen und einen Tunnel für Fußgänger und Radfahrer an der Poststraße zu graben. Am Tunnelweg in Blankenfelde hat sich die Deutsche Bahn von den langen Rampen verabschiedet. Stattdessen sollen die Fußgänger und Radfahrer dort in einem Trog unterhalb der Schienen passieren. Die Gleise werden auf Brücken darüber geführt. „Technisch ist das knifflig, aber machbar“, sagte Holger Ludewig.

Weniger befriedigend waren die Aussagen zum Tunnel der Karl-Marx-Straße. Auf diesen muss die Gemeinde wahrscheinlich noch fast zehn Jahre warten. Derzeit soll in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, wie man auf beiden Seiten getrennte Geh- und Radwege nach DIN-Norm bauen kann, ohne sich mit dem geplanten Rathaus in die Quere zu kommen. Holger Ludewig versprach, dass man durch alle geplanten Tunnel mit dem Fahrrad fahren könne.

Streit könnte es beim Schallschutz geben. Die Bahn beruft sich auf Regelungen aus den 1990er Jahren, als die Planungen für die Dresdner Bahn begannen. Gemeindevertreter und Bürgermeister Ortwin Baier wollte sich damit nicht zufrieden geben. „Ich erwarte von der Bahn, dass sie die EU-Umgebungslärmrichtlinie anwendet“, sagte er. Als lärmgeplagte Gemeinde brauche Blankenfelde-Mahlow ein Höchstmaß an Schutz.

Von Christian Zielke

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