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Bahnhofsumfeld erhält völlig neues Gesicht

Erste Entwürfe bieten viel Diskussionsstoff / Rangsdorfer sollen ihre Meinung sagen Bahnhofsumfeld erhält völlig neues Gesicht

Die Bahnstation Rangsdorf wird mit rund 1850 Reisenden pro Werktag genutzt. In der Spitzenzeit steigen am Morgen kurz vor 7 Uhr 122 Menschen in den Zug nach Berlin.

RANGSDORF. Gegen 14.30 Uhr schwappt noch einmal eine große Welle von Bahnkunden über die Bahnsteige. 43 Prozent der Bahnfahrer kommen zu Fuß, 26 Prozent nutzen das Fahrrad. „Vorausgesetzt, es gäbe bessere Bedingungen, würden wesentlich mehr Menschen als bisher das Rad nehmen“, erläuterte Stephan Wilhelm. Der von der Gemeinde Rangsdorf beauftragte Planer bezieht sich auf eine Umfrage unter den Bahnkunden. So weiß er auch, welchen Service sie sich am Bahnhof wünschen – neben einem öffentlichen WC und sauberen, überdachtem Wartebereich sprachen sie sich unter anderem ebenso für ein Bistro/Kiosk und sogar für netz-unabhängigen Internetanschluss vor Ort aus.

Die Befragung der Fahrgäste am Bahnhof war für die Planer eine entscheidende Grundlage für ihr komplexes Vorhaben. Denn ihre Machbarkeitsstudie umfasst das gesamte Umfeld, sowohl östlich als auch westlich der Gleise, bei der auch noch die von der Bahn geplanten Lärmschutzwände entlang der Bahnsteige berücksichtigt werden müssen.

Fest steht, die Wochen für die Schmuddelecke Bahnhof Rangsdorf sind gezählt. Bis 2015 soll der Tunnel fertig sein, spätestens dann wird sich die Gemeinde Rangsdorf an die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes machen. Geht man nach den ersten Entwürfen, so wird alles anders – und vor allem zweckmäßig schöner. Dafür sind viele Aspekte zu beachten, wie ausreichend Stellplätze für Pkws und Fahrräder auf der Ost- sowie Westseite, viel Grün, ansprechende Wartebereiche, überdachte Treppen und Lifts, Fahrradhäuser.

Rangsdorfs Gemeindeentwicklungsausschuss sowie der Bildungsausschuss fanden an einer Variante Gefallen, bei der auf der Westseite eine Bebauung mit Kiosk und Radablage direkt an der Bahnsteigkante als Lärmschutz erfolgt. Architekt Roland Neumann brachte zudem für ein Servicehaus einen Zweigeschosser als zentrales Gebäude ins Gespräch und verwies auf die städtebauliche Bedeutung des Vorhabens. Rege diskutiert wurde bereits die Idee, den Vorplatz in Richtung Goethestraße aufzuweiten – ohne etwa auf Warteflächen für Abholer/Kurzparker zu verzichten. „Es ist vieles möglich, man muss nur wissen, wohin die Reise gehen soll“, sagte Neumann.

Das sollen jetzt die Rangsdorfer sagen, und zwar am 27. Februar auf einer Einwohnerversammlung. „Der Gesprächsbedarf ist groß, schließlich handelt es sich um ein zentrales Thema im Ort“, ist sich Bürgermeister Klaus Rocher sicher. (Von Elke Höhne)

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