Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Bald klappert es wieder

Förderverein hat Sanierung der Gölsdorfer Mühle ermöglicht Bald klappert es wieder

Dran sind sie schon - die Flügel an der Bockwindmühle in Gölsdorf. Drehen sollen sie sich ab Frühjahr. Dann soll in der Mühle auch ein kleines Museum eingerichtet werden. Einen großen Teil der Sanierung hat ein Förderverein möglich gemacht.

Voriger Artikel
Debatte über Friedskosten vertagt
Nächster Artikel
Neue Pflastersteine für Jüterbogs Altstadt

Charlotte Lehmann und Reinhard Fromm vom Verein.

Quelle: Martina Burghardt

Gölsdorf. Sie ist schon jetzt wieder ein Schmuckstück, die Bockwindmühle in Gölsdorf. Für ihre 325 Jahre hat sie sich gut gehalten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Auf wackligen Balken und ohne Flügel dämmerte sie fast zehn Jahre vor sich hin, bis die Bemühungen der Einwohner fruchteten und mit Hilfe der Gemeinde und Unternehmen der Region die Restaurierung des Gölsdorfer Wahrzeichens in Angriff genommen werden konnte.

Inzwischen ist ein Ende der Arbeiten abzusehen. Zum Mühlentag in diesem Jahr waren pünktlich die Flügel montiert, im nächsten Frühling sollen sie sich wieder drehen und das bis dahin installierte Schau-Mahlwerk in Gang setzen. Reinhard Fromm, vor kurzem als Vorsitzender des eigens für die Mühle gegründeten Fördervereins wiedergewählt, erzählt, dass es dann auch ein kleines Museum mit Erinnerungsstücken in der Mühle geben soll.

Auf dem Gelände entsteht derzeit außerdem eine Unterstellmöglichkeit für alte Landmaschinen und -geräte, die alle von Gölsdorfer Gehöften stammen und zurzeit mit Hilfe des Diakonischen Werkes restauriert werden. Das Fundament liegt schon. „Wir haben gut mit den Fördermitteln gewirtschaftet“, berichtet die Finanzchefin des Vereins Charlotte Lehmann. Nur deshalb habe man sich das Gebäude leisten können.

Eine feste, abschließbare Unterstellmöglichkeit ist auch deshalb praktisch, weil die Gerätschaften dann nicht mehr hin- und hertransportiert werden müssen. Diese Sachen, die zu Hause nur noch im Weg herumstehen, werden bald als Museumsstücke von der harten Arbeit in der Landwirtschaft künden. Dies ist überhaupt Teil des Mühlenprojektes und Ziel des Fördervereins: Besucher, vor allem Kindergarten- und Schulkinder, sollen den Weg „vom Korn zum Brot“ nachvollziehen können. Der Niedergörsdorfer Bäcker unterstützt die Vereinsmitglieder dabei.

Die haben in den vergangenen Jahren nicht nur mit viel Enthusiasmus Geld gesammelt, sondern auch Arbeitskraft in die Mühlensanierung gesteckt. Allein für den Holzanstrich haben sie zehn Arbeitseinsätze mit insgesamt 94 Stunden abgerechnet. „Das Sauberhalten und Aufräumen und Organisieren zählt da gar nicht mit“, sagt Reinhard Fromm. Der Schuppen neben der Mühle wird ebenfalls von den Vereinsmitgliedern auf Vordermann gebracht. Für die Mühleninstandsetzung waren 250.000 Euro bewilligt worden, davon sind 180.000 Euro Fördermittel.

Eine Fachfirma aus Mühlhausen hat gute Arbeit geleistet, schätzen es die Gölsdorfer ein. „Der Mühlentag zu Pfingsten wird der Höhepunkt bleiben“, berichtet Reinhard Fromm von den Plänen des Vereins. Die Theatergruppe „Mühlengeister“ spielt dabei weiterhin eine Hauptrolle. Übers Jahr werden Führungen angeboten. Auch Kurzentschlossene und Ausflügler sollen einen Ansprechpartner haben. „Dafür richten wir einen Bereitschaftsdienst ein“, kündigt der Vereinsvorsitzende an. Das Schmuckstück soll schließlich gezeigt werden.

Von Martina Burghardt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg