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Bald wieder freie Fahrt auf ausgebauter B 96

Zossen Bald wieder freie Fahrt auf ausgebauter B 96

Pünktlich zum geplanten Termin wird der rund drei Millionen Euro teure Ausbau der Bundesstraße 96 in Zossen fertig. Am 18. November soll es so weit sein. Dann steht die Abnahme des rund vier Kilometer langen Abschnittes an. Geht die Abnahme reibungslos vonstatten, wird drei Tage später die gesamte Strecke wieder für den Straßenverkehr frei gegeben.

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Baubetreuer Lutz Filinger (l.) und Projektleiter Geried Sander.

Zossen. Endspurt auf der Bundesstraße 96 in Zossen: Nur noch wenige Einfahrten müssen der neuen Fahrbahn angeglichen werden. Am 18. November sollen die Arbeiten auf der Ausbaustelle abnahmefertig sein. Voraussichtlich drei Tage später wird die Vollsperrung aufgehoben und die Straße wieder für den Verkehr frei gegeben.

Fristgerecht fertig

„Damit werden wir trotz einiger Probleme fristgerecht fertig. Es gibt ja genug Baustellen, wo das nicht klappt.“ Das sagte Projektbetreuer Geried Sander vom Landesbetrieb Straßenwesen Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin mit Baubetreuer Lutz Filinger aus Kummersdorf-Alexanderdorf.

Autofahrer fuhren durch die Baustelle

Vor allem eine Sache liege ihm schwer im Magen, so Sander. Eigentlich dürften laut Ausschilderung in dem voll gesperrten Bereich nur Baufahrzeuge und Anlieger mit ihren Autos bis zur Baustelle fahren. „Praktisch fährt hier fast jeder durch die Baustelle“, so Sander. Das sei vor allem für die Leute, die hier arbeiten, äußerst gefährlich. „Ein Baggerfahrer, der seine Arbeit machen will, kann nicht immer gucken, ob da ein Auto hinter oder neben ihm ist, das eigentlich gar nicht da sein dürfte“, sagte Sander. Polizei und Ordnungsamt habe das ignorante Verhalten vieler Kraftfahrer trotz mehrfacher Hinweise nicht interessiert. „Nur als wir in einem Abschnitt mal rund 60 Zentimeter tief in die Erde gegangen sind, ist für ein paar Tage eine gewisse Beruhigung eingetreten“, sagte Lutz Filinger. Diese Sandwüsten-Tortur wollten die meisten Fahrer ihren Autos nun doch nicht antun. „Trotzdem haben sich etliche Fahrer auch in dieser Phase mit ihren Pkw durch die ausgebaggerte Baustelle gewühlt“, so Sander.

Nur die Grundstückszufahrten werden noch gebaut

Nur die Grundstückszufahrten werden noch gebaut.

Quelle: Pechhold

Auch beim Vor-Ort-Termin standen beidseits der Baustelle Autos Schlange, passten deren Fahrer einen geeigneten Moment für die Schlängelfahrt zwischen den Baumaschinen ab. Zwei Pkw wurden sogar kurzzeitig zwischen Bagger, Greifer und Lkw eingekeilt.

Straße komplett saniert

Solche gefährlichen Szenen gehören bald der Vergangenheit an. Vorgesehen war ursprünglich, nur die Oberfläche der B 96, deren Unterbau noch aus DDR-Zeiten stammt, zu erneuern. Dank eines Ausbauprogramms des Bundes entschied der Landesbetrieb Straßenwesen, das Nadelöhr nach Berlin für rund drei Millionen Euro grundhaft zu sanieren. Den Auftrag für den Ausbau des rund vier Kilometer langen Abschnittes der Hauptverkehrsader erhielt die Firma Matthäi. Ausgebaut wurde in drei Abschnitten: Lidl-Markt bis Hotel „Reuner“ in Höhe Hermann-Bohnstedt-Straße; Gaststätte „Keglerheim“ und Knotenpunkt Telz; „Reuner“ bis „Keglerheim“.

„Wir haben die alte Straße von den obersten Lagen teilweise bis zum gewachsenen Boden weg genommen und wieder neu aufgebaut. Hinzu kommen Bankette und rund 230 Grundstückszufahrten“, sagte Lutz Filinger. Rund 5000 Tonnen teerhaltige Straßendecke (Sonderabfall) und 8000 Tonnen Unterbau-Material wurden entsorgt.

Arbeiten an Wasserleitungen dauerten länger

Die im Bereich Brandenburger Straße bis Goethestraße parallel im Auftrag des Wasserzweckverbandes KMS laufenden Arbeiten an der Schmutzwasserleitung „sollten eigentlich bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein, damit wir ungestört arbeiten können“, so Lutz Filinger. Allerdings habe der KMS den mit ihm abgesprochenen Termin weit überzogen und sei immer noch mit Restarbeiten beschäftigt.

Von Frank Pechhold

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