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Bankraub an der Fläming-Skate

Unbekannte stehlen Sitzgruppen werden von Rastplätzen Bankraub an der Fläming-Skate

An der Fläming-Skate sind Bankräuber unterwegs. Sie haben es nicht auf große Bargeldbeträge abgesehen, sondern auf komplette Sitzgruppen aus Bänken und Tischen. Die stehen an den Rastplätzen entweder allein oder neben den für die Fläming Skate typischen Hütten.

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Diese Dame hatte Glück, konnte am 20. Mai auf einer Bank rasten. Jetzt wurden einige der schweren Sitzgruppen gestohlen.

Quelle: Lorenz Reck

Luckenwalde. Allein in diesem Jahr wurden bereits drei dieser Rastmöglichkeiten für Fahrradfahrer und Inlineskater gestohlen. Zu vermuten ist, dass die Diebe mit schwerer Technik anrücken. "Das muss jemand mit Lkw und Ladekran sein", schätzt Erik Scheidler die Lage ein, "sonst kriegt man die Dinger nicht weg." Der Sachgebietsleiter für Tourismus im Amt für Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung Teltow-Fläming ist entsetzt über die Dreistigkeit der Bänke-Diebe. "Die drei Diebstähle sind innerhalb von nur fünf bis sechs Wochen geschehen", berichtet er der MAZ.

Dass Sitzgruppen gestohlen wurden, habe es in den Vorjahren zwar auch gelegentlich gegeben, aber das seien immer nur Einzelfälle gewesen. Zum Beispiel wurden vor drei Jahren die Möbel zwischen dem Wasserwerk Luckenwalde und Jänickendorf gestohlen. Auch dabei wurde deutlich, dass sich die Kriminellen solche Rastplätze aussuchen, an die man mit schwerer Technik herankommt, also nahe an Straßen.

Die erste Sitzgruppe, die in diesem Jahr gestohlen worden ist, stand bis dahin am Rande der abschüssigen Strecke im Wald zwischen Petkus und Wahlsdorf. Die nächste Sitzgruppe verschwand auf dem Abschnitt zwischen Wahlsdorf und Niebendorf-Heinsdorf. Dort führt ein Landwirtschaftsweg hin. Und die (bisher) letzte geklaute Sitzgruppe stand zwischen Liepe und Buckow - wieder direkt an einer Straße.

Eine Sitzgruppe kostet rund 1000 Euro

Scheidler ist überzeugt davon, dass die Diebe gut ausgerüstet sind. "Die Sitzgruppen sind sehr gut verankert, die kriegt man nicht mit einem Schraubenzieher abmontiert", sagt er. Und sie stecken auch nicht einzeln im Boden, sondern sind miteinander verbunden. "Das sieht man nur nicht", weiß Tourismus-Chef Scheidler, "weil die Verbindungen und Verankerungen unter dem Mulch versteckt sind." Scheidler vermutet, dass die schweren Holzteile bestehend aus zwei Bänken und einem Tisch mit Seilen und Hebekran in einem Stück aus dem Boden gezogen und abtransportiert werden. Den Wert einer Sitzgruppe schätzt Scheidler auf mindestens 1000 Euro.

Die Kreisverwaltung bittet mögliche Augenzeugen um sachdienliche Hinweise. Sollte jemand verdächtige Fahrzeuge beobachten oder auch Leute, die sich an den Sitzgruppen zu schaffen machen, aber offensichtlich nicht zur Straßenmeisterei gehören, sollten sie sich das Nummernschild merken und die Polizei anrufen.

Info: Hinweise an die Pressestelle des Kreises, 0 33 71/6 08 10 23.

RASTPLÄTZE MIT UND OHNE HÜTTE

  • Entlang der 230 Kilometer langen Fläming-Skate gibt es 46 Rastplätze.
  • 30 Rastplätze sind jeweils mit Sitzgruppe, Abfalleimer und Fahrradständer bestückt sowie mit Baumstämmen, auf denen man sich auch ausruhen kann.
  • 16 Rastplätze haben zusätzlich eine überdachte Skater-Hütte, die vor schlechtem Wetter schützt.
  • Hergestellt wurden die schweren Holztische und Bänke sowie die Skater-Hütten von der Firma Sik-Holz aus Langenlipsdorf. mut

Von Hartmut F. Reck

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