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Teltow-Fläming Barrierefreiheit im Schafstall
Lokales Teltow-Fläming Barrierefreiheit im Schafstall
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06:03 17.02.2017
Lutz und Ina Ritter erhalten vom Brandenburger Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (r.) die Zusage für 10 000 Euro aus Lottomitteln. Quelle: Margrit Hahn
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Stangenhagen

Besser hätte es am Donnerstag kaum sein können: Die Sonne schien, die ersten Lämmchen waren da und Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) überbrachte den Bescheid über 10 000 Euro aus Lotto-Mitteln. Somit können sich Mario Köhler, Lutz Ritter und Ehefrau Ina ihren Wunsch nach einem barrierefreien Sanitär- und Aufenthaltsraum erfüllen. Insgesamt werden inklusive Eigenmittel knapp 19 000 Euro investiert.

Kürzlich wurden Lämmer geboren. Quelle: Margrit Hahn

Lutz Ritter und Mario Köhler gründeten die Schäferei in Stangenhagen vor 25 Jahren. Die Züchter engagieren sich sehr für ihren Berufsstand. Schäfermeister Lutz Ritter bewirtschaftet 216 Hektar Grünland. Zusammen mit seinem Geschäftspartner kümmert er sich um 500 Mutterschafe und 600 Lämmer, die etwa 1,7 Tonnen Wolle im Jahr produzieren. Ina Ritter ist für die Buchhaltung verantwortlich. Oft bekommen sie Besuch von Kindern, Schulklassen und Seniorengruppen aus der Region sowie aus Potsdam oder Berlin.

Integriert ins Erlebniskonzeptes „Leben und Arbeiten auf dem Land“

Die Schäferei ist auch Station des im Naturpark Nuthe-Nieplitz angebotenen Erlebniskonzeptes „Leben und Arbeiten auf dem Land“. Mit diesem Projekt werden viele Generationen angesprochen. „Wir freuen uns über Besucher. Doch bisher war es ein Problem, wenn Rollstuhlfahrer oder Behinderte unsere Schäferei besichtigen wollten, weil wir keine behindertengerechte Toilette hatten“, sagte Ina Ritter. Auch Anfragen von Praktikantinnen von der Medizinischen Fakultät mussten abgelehnt werden, weil es keine extra Umkleidemöglichkeiten für Frauen gab. Doch das wird sich jetzt ändern. Der Bau, der im 60 mal 21 Meter großen Schafstall entsteht, soll Ende April fertig sein.

Insgesamt 500 Mutterschafe hat der Betrieb. Quelle: Margrit Hahn

Jörg Vogelsänger nutzte die Gelegenheit, um den Betrieb kennen zu lernen. Vor allem die kleinen Lämmchen, die zwischen einem und drei Tage alt sind, hatten es ihm angetan. In den nächsten Tagen wird weiterer Nachwuchs erwartet. „Wir haben auch Drillinge und Vierlinge dabei“, sagte Lutz Ritter nicht ohne Stolz. Um zu wissen, welche Lämmchen zu welcher Mutter gehören, bekommen die Kleinen eine rote Zahl aufs Fell gesprüht. Spätestens im April kommen die Tiere dann ins Freie. Die Schäferei Ritter und Köhler verfügt über Pachtflächen und eigene Grundstücke.

Antrag im November gestellt

„Noch bis vor ein paar Jahren hatten wir bis zu 1000 Tiere, doch inzwischen haben wir reduziert. Denn wir müssen ja auch sehen, wie wir alle satt bekommen“, berichtete Ina Ritter. Sie freute sich, dass ihr Antrag auf einen Zuschuss, den sie im November gestellt hatte, bewilligt wurde. „Wir haben dann geschaut, welche Möglichkeiten gibt. Lotto-Mittel können nur dort eingesetzt werden, wo es keine Fördermittel gibt“, erklärte Vogelsänger.

Lutz und Ina Ritter berichteten dem Minister, dass es auch schwere Zeiten gab. Von 2009 bis 2011 mussten sie sehen, wie sie finanziell über die Runden kommen und hatte manche schlaflose Nacht bis wieder alles „in trockenen Tüchern“ war.

Von Margrit Hahn

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