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Teltow-Fläming Baruth will die Stadtsanierung weiter fortsetzen
Lokales Teltow-Fläming Baruth will die Stadtsanierung weiter fortsetzen
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15:05 27.05.2016
Bei den Arbeiten rund um die evangelische Kirche in Baruth wurden unter anderem ein Mühlenstein und Porzellanfiguren gefunden. Quelle: Jutta Abromeit
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Baruth

Der Stadtkern von Baruth hat sich verändert. Er ist schöner und moderner geworden. Fast 20 Jahre lang wurde die Innenstadt mit Städtebaufördermitteln saniert. Ende dieses Jahres läuft das Programm aus. Walter Bitzer von der „ews Stadtsanierungsgesellschaft mbH“ in Berlin, dem Sanierungsträger, zog während der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Mittwoch eine Bilanz.

Knapp acht Millionen Euro Fördermittel aus dem Sanierungsprogramm von Bund und Ländern wurden ihm zufolge in das 32,6 Hektar große Sanierungsgebiet investiert. 2,4 Millionen Euro beträgt der Anteil der Stadt Baruth. Der größte Teil der finanziellen Mittel wurde für Bau-und Ordnungsmaßnahmen verwendet. Wie Walter Bitzer sagt, wurden Straßen, Wege, Plätze und öffentliche Grünflächen gestaltet sowie mehrere Denkmale und ortsbildprägende Gebäude saniert. Das Alte Schloss ist eines der sanierten Objekte. „Das Förderprogramm hat sich für Baruth gelohnt“, sagt der Fachmann vom Sanierungsträger. „Die Stadt hat jeden eingesetzten Euro verdoppelt.“

Noch viele sanierungsbedürftige Gebäude

Allerdings gibt es Bitzer zufolge noch immer sanierungsbedürftige Objekte im Sanierungsgebiet. Alexandra Sagewka (parteilos) würde sich deshalb ein neues Förderprogramm wünschen: „Bedarf ist da. Wir brauchen ein neues Sanierungskonzept.“ Auch Georg Goes (SPD) will die Innenstadt weiter aufpeppen. Wie es aussehen könnte, wenn marode Gebäude und Plätze saniert würden, hat er mit Hilfe von Fotomontagen deutlich gemacht.

Die Stadt erkennt den weiteren Sanierungsbedarf offenbar. Sie hat schon beim Land Brandenburg nach alternativen Förderprogrammen gefragt wie die stellvertretende Stadtverordnetenvorsitzende Alexandra Flach (LOB) sagt.

Das Förderprogramm von Bund und Ländern „Aktives Stadtzentrum“ ist eine Möglichkeit wie Walter Bitzer erklärt: „Baruth sollte sich darauf konzentrieren. Auch, weil es noch Sanierungsbedarf gibt.“ Der Walther-Rathenau-Platz wurde schon saniert.

Fundamente aus dem 14. Jahrhundert entdeckt

Wie spannend es dort unter der Erdoberfläche aussieht, hat Ulrich Wiegmann von der Archäologie Wiegmann in Berlin den Stadtverordneten in Wort und Bild deutlich gemacht. Seine Firma hat die Arbeiten rund um die evangelische Kirche begleitet und Zeitzeugnisse gefunden. Fundamente und Reste von Häusern aus dem 14. Jahrhundet, einen Mühlenstein, mittelalterliche Keramik, Porzellanfiguren, einen Schweinekiefer mit Bissspuren eines Hundes, eine Münze aus dem Jahr 1870 aus Belgien.

Der Einschätzung des Fachmanns zufolge dürfte der gesamte Platz unterhalb der Grasnarbe mit Holzbohlen aus dem späten Mittelalter ausgelegt sein. Einige davon hat er freigelegt, manche Entdeckung in der Erde mit Pflasterung kenntlich gemacht. Auch mehrere Brunnen hat er im Erdreich des Walther-Rathenau-Platzes entdeckt.

Und eine Stelle, an der vor Jahrhunderten Bier gebraut wurde, legte Ulrich Wiegmann. Der Abdruck der so genannten Bierpfanne inklusive Feuerstelle war deutlich zu sehen. Auch Fundamente des alten Glockenturms hat der Archäologe freigelegt. Für ihn waren die Sanierungsarbeiten rund um die Kirche eine gute Gelegenheit, die „Geschichte unter dem Platz“ zu entdecken und freizulegen.

Von Andreas Staindl

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