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Teltow-Fläming Baruther sucht Reifenstecher
Lokales Teltow-Fläming Baruther sucht Reifenstecher
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00:38 07.08.2015
Pensionär Detlef Mehler an seinem demolierten Renault mit platten Reifen; auch Außenspiegel und Seitentür sind beschädigt. Quelle: Jutta Abromeit
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Vier zerstochene Reifen an seinem blauen Renault Wind sind dem Baruther Detlef Mehler 10 000 Euro wert. So viel will er zahlen, wenn ihm jemand hilft den Täter zu finden, der am 24. Juli seine Reifen aufgeschlitzt hatte. Auf die Polizei will der Baruther Rentner, der seit vier Jahren ein Modelleisenbahngeschäft betreibt, nicht mehr warten. „Bis ich vielleicht irgendwann mal die Mitteilung kriege, dass das Verfahren eingestellt ist? Nee, nicht mit mir!“, sagt er. „Wer so was macht, der muss einfach gefasst werden.“

Detlef Mehler war im Auslandsurlaub, sein Auto überließ er einem Freund. Der parkte es direkt an der Hauptstraße. „Vier Reifen zerschlitzt man nicht in 30 Sekunden“, sagt Mehler. „Außerdem ist der Außenspiegel beschädigt, die Seitentür hat Kratzer und eine große Delle. Es sieht aus, als ob da jemand abgerutscht ist.“ Mehler hofft, dass das eine Zufallstat war, „und kein Angriff auf unsere Familie“. Mehrmals habe er versucht, nach seiner Rückkehr am 28. Juli Kontakt zur Polizei aufzunehmen, war selbst in Luckenwalde. „Aber ich bin zu niemandem gekommen, der zuständig war“, erzählt er. Die hätten entweder Urlaub oder gerade kein Dienst gehabt. „Das kann doch nicht sein.“ Erst jetzt sei es ihm gelungen, doch noch eine Strafanzeige zu erstatten.

Dabei war Mehler bis zu seiner Pensionierung 2006 selbst Polizeibeamter, in Berlin. Deshalb geht sein Vorwurf auch nicht gegen Brandenburger Kollegen: „Ich kenne die Aufklärungsquoten, die stehen im Internet“, sagt er. „Bei der Besetzung, die wir inzwischen haben, kann sich doch kaum ein Polizist noch um Bagatellen wie zerstochene Reifen kümmern.“ Gerade deshalb wolle er mit seiner Belohnung ein Signal setzen. Der Vater dreier teils erwachsener Kinder ist sich sicher, dass die Summe hoch genug ist, um etwas bewegen zu können. „Es muss doch möglich sein, jemanden zu finden, der in diesem Nest und direkt an der Hauptstraße vier Reifen zersticht. Ich kann nicht glauben, dass niemand was gehört oder gesehen hat.“ Fürs Erste setzt er seine Belohnung auf vier Wochen aus. Das sollte reichen, um die Täter zu finden, sagt er.

Die Polizei sagt nichts zu Mehlers Vorstoß. „Wenn Privatleute eine Belohnung – ganz gleich für was – aussetzen, mögen sie das gerne tun. Wir kommentieren private Empfindungen jedoch nicht“, erklärte Polizeisprecherin Jana Birnbaum gegenüber der MAZ.

Detlef Mehler weiß inzwischen, dass der Schaden mehr als 5000 Euro beträgt. „Meine Versicherung ist nicht das Problem, ich hab’ Vollkasko. Ich will den Täter, auch zur Abschreckung“, erklärt er.

Nach MAZ-Recherche könnte ein Motiv sein, dass das Auto irgendjemandem schlicht im Wege stand. An dieser Stelle der Hauptstraße kommen zwei Holztransporter schon ohne parkende Pkws nur schwer aneinander vorbei.

Kontakt: Wer Hinweise auf die Täter hat, kann sich unter 03 37 04/6 8 7 10 melden.

Von Jutta Abromeit

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