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Teltow-Fläming Bauarbeiten am Illmersdorfer Gotteshaus
Lokales Teltow-Fläming Bauarbeiten am Illmersdorfer Gotteshaus
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14:50 10.06.2016
Norbert Thier und Sören Böhme (r.) machen sich an der Bekrönung zu schaffen. Chronist Harald Schenke geniest derweil den Ausblick. Quelle: Uwe Klemens
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Illmersdorf

Wer dem Herrgott aufs Dach steigen will, muss schwindelfrei sein. Pfarrer Wolfgang Scholz gehört nicht dazu. Beim Abnehmen der Dachbekrönung des Illmersdorfer Gotteshauses reihte sich der Hirte lieber in die Reihe der Schäfchen, die vom sicheren Boden aus das Geschehen hoch über ihren Köpfen verfolgten.

Gut 30 Meter über dem Boden auf schmalen Gerüsten zu arbeiten, ist für den Rietdorfer Dachdecker Sören Böhme Routine. Doch diesmal erwies sich die Turmkugel aus Blech als schwieriger Gegner, da sie sich partout nicht vom hölzernen Kaiserstiel lösen ließ. „Den einfach abzusägen geht nicht, da wir soviel wie möglich der ursprünglichen Bausubstanz erhalten wollen, wozu eben auch die Bekrönung gehört“, sagte Scholz.

Kirche mit Geschichte

Die spätromanische Kirche in Illmersdorf stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist das älteste Gebäude des Ortschaft.

Zu den Besonderheiten gehört der Kirche der hölzerne Kanzelaltar, der aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt. Der Altar ist an verschiedenen Stellen mit Abendmahls-, Kreuzigungs- und Auferstehungsszenen künstlerisch verziert.

Obwohl das Turmdach Mitte der 1970er Jahre eine neue Wetterfahne erhielt, blieb die darunter befindliche Turmkugel unangetastet und wurde erst jetzt geöffnet.

Erst nach dem Aufstocken des Gerüstes um eine weitere Etage kam Bewegung in die Sache. Innerhalb der Blechkugel wurde die Eisenspitze, an der Wetterfahne und symbolischer Stern befestigt sind, durchtrennt und soll später an selber Stelle wieder zusammengefügt werden.

Das Öffnen der im Zweiten Weltkrieg unter Beschuss geratenen Turmkugel förderte erwartungsgemäß keine Überraschung zu Tage. „Die kleine Glasflasche darin war zerborsten und enthielt ein paar Krümel. Ob das Insektenhinterlassenschaften oder alte Dokumente gewesen sein. Eine leere Flasche werden unsere Vorfahren wohl kaum hinein getan haben“, sagte Wolfgang Scholz. „Wir gehen davon aus, dass die Kugel 1866 aufs Dach kam.“

Dass das schon ziemlich lange her ist, ist dem Turm auch an vielen anderen Stellen anzumerken. Die seit Jahren seitens der Kirchgemeinde angemahnte Erneuerung der Gebälkes wurde mangels Geld immer wieder verschoben. „Deshalb sind wir sehr glücklich, dass sich in diesem Jahr gleich mehrere Fördertöpfe aufgetan haben und mit der Sanierung beginnen können“, freute sich Scholz, dass es nun endlich losgehen kann.

Sämtliche tragenden Hölzer und auch große Teile der Unterkonstruktion für die Schiefereindeckung sind von Feuchtigkeit und Schädlingsbefall stark geschädigt und müssen komplett ausgetauscht werden. Auch im Mauerwerk hat sich der Zahn der Zeit an vielen Stellen verewigt. Die Einrüstung des Turms ermöglicht den Maurern die betreffenden Steine zu erneuern.

Die Eindeckung des Dachs mit neuem Schiefer ist die letzte Etappe und soll bis Ende September abgeschlossen sein. „Wenn dann das große Gerüst wieder abgebaut ist, werden wir, über den Daumen geschätzt, 250 000 Euro verbaut haben“, sagte Wolfgang Scholz.

Die Fertigstellung wollen er und die Gemeindemitglieder mit einem Gottesdienst und einem ganz besonders großen Fest feiern. „Einladen dazu wollen wir alle Akteure, die uns geholfen haben“, freute sich der Pfarrer.

Von Uwe Klemens

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